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S&P wirft Enron Täuschung vor

Die internationale Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat dem bankrotten Energie-Händler Enron vorgeworfen, sie mehrfach getäuscht zu haben.

Reuters NEW YORK. S&P habe von Enron wiederholt falsche Darstellungen im Zusammenhang mit wichtigen Sachverhalten erhalten, sagte S&P-Chef Ronald Barone am Mittwoch. So habe Enron bei drei Präsentationen für S&P 1999 und 2000 bestimmte in der Bilanz nicht aufgeführte Partnerschaften nicht einmal erwähnt, sagte Barone. Wenn Enron die volle Wahrheit gesagt hätte, dann hätte dies einen deutlichen Einfluss auf die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens gehabt, sagte er weiter.

Noch vier Tage bevor Enron Bankrott anmeldete, hatten S&P und andere Rating-Agenturen die Enron-Schuldtitel als für eine Anlage geeignet eingestuft.

Enron war im vergangenen Jahr vom Börsenliebling zum Pleiteunternehmen geworden, nachdem Bilanzunregelmäßigkeiten zum Vertrauensverlust bei Investoren und Geschäftspartnern geführt hatten. Tausende Beschäftigte verloren durch den Bankrott ihre Arbeit und Rentenersparnisse. Derzeit untersuchen verschiedene Ausschüsse des US-Kongresses, das Justizministerium und die US-Börsenaufsicht die bislang größte Firmenpleite in den USA. Enrons Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Andersen muss sich seit Mittwoch vor Gericht verantworten.

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