S&P-500-Index legt 1,47 Prozent zu
Wall Street schließt fest

Überraschend positive Konjunkturdaten haben die Hoffnungen der Anleger auf eine Erholung der US-Wirtschaft bestärkt und den führenden Indizes der US-Aktienmärkte am Freitag zu Gewinnen von mehr als einem Prozent verholfen. Händlern zufolge profitierte der Markt zudem von der Vereinbarung zwischen Microsoft und AOL Time Warner. Etwas unterstützt habe auch die Absenkung der Terror-Warnstufe in den USA.

Reuters NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow-Jones gewann 1,6 % auf rund 8 850 Punkte, und blieb damit nur knapp unter seinem im bisherigen Verlauf dieses Jahres erreichten Hoch bei 8 869,29 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 1,47 % auf 963 Zähler zu und der Index der Technologiebörse Nasdaq um 1,33 % auf 1 595 Zähler. Der S&P-Index ist damit seit Mitte März um etwa 20 % geklettert. Den Mai könnte er ebenso wie der Dow-Jones als dritten Monat in Folge fester abschließen, der Nasdaq als vierten Monat hintereinander.

Händlern zufolge bestärkte der unerwartet starke Anstieg des Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago im Mai auf mehr als 50 Punkte die Hoffnung der Anleger auf eine baldige Trendwende der US-Wirtschaft. Der Index stieg deutlich auf 52,2 von 47,6 Punkten im April.

"Die Daten sind weiterhin günstig und der Zufluss bisher außerhalb geparkter Gelder in den Markt hält an", sagte Robert Basel von Smith Barney. Milton Ezrati, Stratege bei Lord Abbett & Co sagte: "Die Daten der Chicagoer Einkaufsmanager sind sehr ermutigend, weil sie die wirtschaftliche Erholung nach dem (Irak-)Krieg bestätigen. Auf diese zählt der Markt, um den Aufschwung fortzusetzen". "Der Markt sagt weiterhin bessere wirtschaftliche Bedingungen voraus", fügte Peter Cardillo, Chefstratege bei Global Partners Securities, hinzu. Ezrati mahnte aber zugleich zur Vorsicht, weil der landesweite Einkaufsmanagerindex, der am Montag von Institute for Supply Management (ISM) vorgelegt werden soll, den Markt enttäuschen könnte. Von Reuters befragte Volkswirte erwarten hier einen Anstieg auf 47,6 von 45,4 Punkten im April.

Mit Erleichterung hätten die Marktteilnehmer die Absenkung der Warnstufe in den USA zur Kenntnis genommen, hieß es im Handel. Die USA hatten am Freitag ihre Terror-Warnstufe von "hoch" wieder auf "erhöht" gesenkt. Händlern zufolge wirkte sich dieser Schritt zwar nicht messbar auf die Kurse aus, aber er trage zur Verbesserung der Stimmung am Markt bei. "Das ist immer für kurze Zeit ein Faktor", sagte Basel.

Unterstützt wurde der Markt zudem durch die Vereinbarung zwischen dem Softwareriesen Microsoft und AOL Time Warner. Beide Firmen hatten ihren lange schwelenden Browserstreit beigelegt. Die Aktien des weltgrößten Medienkonzerns stiegen um 2,49 % auf 15,22 Dollar, während Microsoft-Papiere um 0,86 % auf 24,61 Dollar zulegten.

Auch die Papiere des Biotechnologie- und Pharmakonzerns ImClone Systems zogen die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Bei einem Treffen von Wissenschaftlern wird die Präsentation sehr positiver Daten des experimentellen Krebsmedikaments Erbitux erwartet. Die Aktien des Unternehmens sprangen daraufhin um 21,48 % auf 28,50 Dollar. Einen ausgeprägten Kursgewinn verzeichneten die Titel des Herstellers von Komponenten für Datennetzwerke, McData, nachdem das Unternehmen einen Quartalsgewinn nach einem Verlust vor einem Jahr ausgewiesen hatte. Die Papiere gewannen 21,57 % auf 13,47 Dollar.

An der New Yorker Stock Exchange wechselten rund 1,69 Milliarden Aktien den Besitzer. 2 557 Werte legten zu, 755 gaben nach und 155 waren unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,22 Milliarden Aktien 2 253 im Plus, 997 im Minus und zwei unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 5/32 auf 102-8/32 Punkte und rentierten mit 3,356 %. Die 30-jährigen Bonds verloren 15/32 auf 116-2/32 Zähler. Sie rentierten mit 4,368 %.

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