S&P Fund Awards 2007
Die Besten ihres Fachs

An der DWS führt kein Weg vorbei: Gleich zwei Mal schafft es Deutschlands größte Fondsgesellschaft auf das Siegertreppchen bei den Standard & Poor's Fund Awards 2007. Viele andere Gewinner sind weniger bekannt – aber ebenfalls erfolgreich. Erfahren Sie mehr über die Besten am Fondsmarkt.

Thomas Neiße heißt der Aufsteiger des Jahres 2007. Seit drei Jahren führt er die Fondsgesellschaft Deka. Bei seinem Amtsantritt litt sie unter einer katastrophalen Leistungsbilanz: Die Performance hing durch, die Mitarbeiter waren frustriert und liefen in Scharen davon.

Neiße gelang die Wende. „Wir hatten zu viele Häuptlinge und zu wenige Indianer“, erinnert er sich. Der Deka-Chef straffte die Organisation der Gesellschaft und trimmte sie auf Effizienz. Er nahm auch die Entmachtung der Fondsmanager und Analysten zurück, verabschiedete sich von den früheren anonymen Investmentprozessen: „Ich habe den Mitarbeitern wieder Verantwortung gegeben.“ Jeder Fonds hat nun sein eigenes Gesicht – den Fondsmanager.

Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich jetzt im Sieg bei den großen Gruppen über die Einjahresperiode im Rahmen des Standard & Poor's Fund Awards 2007. Mehr als die Hälfte aller Fonds des Hauses liegen im Konkurrenzvergleich wieder über dem Durchschnitt. „Phänomenale Fortschritte“ erkennt Neiße vor allem bei den Aktienfonds, den einstigen Sorgenkindern des Hauses, den einstigen Sorgenkindern des Hauses. Ganz oben abgeräumt hat Neiße beispielsweise mit einem Osteuropafonds und einem Anleiheprodukt für Schwellenländer.

Eine ähnliche Erfolgsstory ist die Jyske Invest. Den Einjahressieger bei den kleinen Gruppen mit dem noch ungewohnten Namen sollten sich deutsche Anleger merken. Das kleine Haus betreut derzeit zwar nur acht Milliarden Euro – aber mit stark steigender Tendenz. Unter den Fittichen von Hans Jorgen Larsen beginnt sich die feine Adresse auch in Deutschland zu etablieren. Ein Vierteljahrhundert hat der Fondsmanager bei Jyske inzwischen auf dem Buckel.

Einen Spitzenplatz beim Award belegt er mit den gemischten Fonds und einem Aktienfonds für Osteuropa. An seinen Start in die Emerging Markets kann er sich noch gut erinnen. „Das war im Krisenjahr 1998, und wir haben die Produkte damals natürlich nicht verkaufen können“, sagt er in Erinnerung an die besonderen Umstände. Im Nachhinein kann Larsen den Fehlstart mit Humor nehmen.

Dass heute die Performance stimmt, hat er einem Kurswechsel vor drei Jahren zu verdanken. Ähnlich wie bei seinem Kollegen Neiße und der Deka haperte es auch bei Jyske an der Performance der Aktienprodukte. Larsen leitete den Wechsel auf die Erfolgsspur ein, indem er die Teamarbeit in den Vordergrund rückte. Außerdem installierte er ein neues, computergestriebenes Verfahren zur Titelauswahl. Aus dieser Liste der besten Titel suchen dann die Manager die Fondspapiere aus.

Bei der Antwort auf die Frage, wo denn in diesem Jahr die besten Börsenchancen zu suchen sind, antwortet er spontan: „Wieder in den Schwellenländern.“ Der Däne wagt sogar eine konkrete Prognose: Er tippt auf Lateinamerika und die Türkei.

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