S&P-Future signalisiert einen behaupteten Trend
Schwache High-Tech-Werte belasten europäische Börsen

Technologie- und Telekomwerte geraten durch schlechte Nasdaq-Vorgaben unter Verkaufsdruck. Nur Wien präsentiert sich entgegen dem Trend fester.

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Börsen haben am frühen Nachmittag überwiegend leichter tendiert. Händler verwiesen auf die schlechten Vorgaben der US-Computerbörse Nasdaq. Insbesondere die Hochtechnologie- und Telekomwerte gerieten im Windschatten der Nasdaq unter Verkaufsdruck und belasteten damit die europäischen Kursbarometer. Die New Yorker Wall Street hatte gestern schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte beendete den Handel 39,22 Punkte oder 0,36 % tiefer bei 10 808,15 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Index fiel 1,64 % auf 3741,26 Punkte.

Der S&P-Future signalisierte heute mit einem moderaten Minus von 0,3 Punkten einen behaupteten Trend an der Wall Street. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel bis zum frühen Nachmittag um 0,9 % auf 4 805 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) verringerte sich um 0,7 % auf 4 950,1 Punkte.



London: Telekomwerte belasten den FTSE-Index

An der Londoner Börse gab der FTSE-100-Index bis zum frühen Nachmittag um ein Prozent auf 6 195 Punkte nach. Nach ihrer Vortagesrally mussten Telekom - und Hochtechnologiewerte Verluste hinnehmen. Mit Kursabschlägen von jeweils über drei Prozent zeigten sich Colt, Sema, Bookham und Marconi. Bei den Versicherern verbilligten sich CGNU um drei Prozent, nachdem das Bankhaus HSBC die Aktie des Unternehmens auf "Halten" von zuvor "Hinzufügen" heruntergestuft hatte.



Zürich: Index-Schwergewichte notieren weitgehend unverändert



Die Schweizer Börse präsentierte sich auf breiter Front etwas leichter. Händler verwiesen auf die schwachen Vorgaben aus den USA und eine geringe Kaufbereitschaft. Es fehle an Impulsen, die dem Markt die Richtung weisen könnten, sagten Börsianer. Der SMI notierte 0,6 % tiefer auf 7 972 Punkten. Die Schwergewichte bewegten sich zumeist wenig verändert von den Vortageskursen. UBS gaben leicht nach, CS Group legten leicht zu. ABB , Fischer und Swatch Group tendierten etwas fester.



Paris: CAC-Index folgt den Vorgaben

In Paris präsentierte sich die Börse knapp behauptet, der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen gab um 0,14 % auf 6 327 Punkte nach. Händler sprachen von einem umsatzschwachen Geschäft. Nach dem starken Nasdaq-Rückgang zählten vor allem Hochtechnologiewerte zu den Verlierern. Unter Verkaufsdruck standen France Telecom , Equant , STMicroelectronics und Alcatel , die jeweils über zwei Prozent verloren.



Mailand: Telekomwerte mit spürbaren Einbußen

Belastet von den schwachen Vorgaben der technologielastigen US-Computerbörse Nasdaq zeigte sich die Mailänder Aktienbörse etwas leichter. Der MIB30-Index verringerte sich um 0,5 % auf 45 626 Zähler. Insbesondere die Telekomwerte mussten Federn lassen. So büßten Telecom Italia 1,25 %, TIM 1,1 %, Tecnost 0,7 % und Olivetti ebenfalls 0,7 % ein.



Madrid: Telefonica zieht Ibex-Index nach unten

An der Börse in Madrid folgte der Ibex-Index den Vorgaben und fiel bis zum frühen Nachmittag um 1,3 % auf 11 019 Punkte. Händler verwiesen auf die Verluste bei Indexschwergewicht Telefonica . Das Telekompapier verringerte sich um ein Prozent, nachdem es am Vortag gut zugelegt hatte. Die Internet-Tochter Terra Networks gab im Schlepptau der schwachen Nasdaq-Vorgabe um 0,5 % auf 48,90 Euro nach.



Amsterdam: Geringe Umsätze schwächen AEX-Index

An der Amsterdamer Börse sind die Kurse im europäischen Sog ebenfalls gefallen. Der AEX-Index schwächte sich um 0,5 % auf 655 Punkte ab. Eine Unterstützung für den Index liegt bei 640 Punkten. Die Umsätze seien niedrig, sagte ein Händler. Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Aktien der Hochtechnologiewerte. So verringerten sich Philips Electronics um 2,3 % und ASM Lithography um 3,3 %.

Wien: ATX-Index gegen den europäischen Trend fester

Die Wiener Börse präsentierte sich am frühen Nachmittag gegen den europäischen Trend fester. Der ATX stellte sich auf 1 166,12 Punkte, was einem Anstieg von 0,8 % entspricht. Händler führten den Indexgewinn zum Großteil auf Bank Austria zurück, die im Sog der Hypo-Vereinsbank über ein Prozent auf 61 (60,30) Euro stiegen. Gesucht waren EVN , die auf 33,51 (32,30) Euro kletterten. Tiefer notierten dagegen VA Stahl , die mit 27,27 (27,50) Euro ein neues Jahrestief markierten. VA Stahl hatte zuvor den Kauf des Schweizer Rohrproduzenten ROTEC verkündet.



Brüssel: Wenig Bewegung bei den Standardwerten

In Brüssel zeigte sich die Aktienbörse kaum verändert. Der Bel20-Index notierte 0,01 % niedriger auf 2 974 Punkten. Von 20 gehandelten Standardwerten zeigten sich neun mit Gewinnen und neun mit Verlusten. Zwei Papiere waren unverändert. Der Finanzsektor, der 40 % des Indexes ausmacht, tendierte uneinheitlich. Indexschwergewicht Fortis stieg um 1,64 % auf 33,49 Euro. Dexia gaben dagegen 0,12 % auf 162 Euro nach. KBC verbilligten sich um 0,75 % auf 46,15 Euro.



Stockholm: OMX-Index von Telekomwerten gedrückt

Die Stockholmer Börse präsentierte sich am frühen Nachmittag schwach. Der OMX-Index büßte 1,9 % auf 1 249 Punkte ein. Auf der Verliererseite ragten insbesondere die Telekomwerte heraus. Die Titel waren am Vortag gut gelaufen. Schwergewicht Ericsson ermäßigte sich um fünf Schwedische Kronen auf 163,5 Kronen. Die Papiere des finnischen Rivalen Nokia verbilligten sich um 6,5 Kronen auf 411,5 Kronen. Ebenfalls unter Druck gerieten die Pharmawerte nach ihrer Vortagsrally. AstraZeneca fielen um zwölf Kronen auf 482,5 Kronen, Pharmacia um eine Krone auf 566 Kronen.

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