Sunways einziger Gewinner
Weniger Börsengänge als 2000

Die Zahl der Erstemissionen an der Deutschen Börse in Frankfurt ist im ersten Quartal 2001 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück gegangen. Bislang seien lediglich fünf Unternehmen neu notiert, sagte Frank Hartmann, Sprecher der Deutschen Börse AG, am Freitag der dpa-AFX. In den ersten drei Monaten 2000 hätten 46 Emittenten das "Going Public" gewagt, sagte Hartmann.

dpa-afx FRANKFURT. Bis Quartalsende sollen drei weitere Unternehmen den Schritt an den Aktienmarkt wagen. Für die Aktie der agiplan TechnoSoft AG endete am Freitag die Zeichnungsfrist; die Erstnotierung des Technologie-Dienstleisters erfolgt am Dienstag, 20. März. Pulsion Medical Systems und die Triplan AG werden am Monatsende erstmals notiert werden.

Aktienhändler sehen derzeit keine Anzeichen für einen deutlichen Anstieg der Zahl der Neuemissionen. "Bei dem schlechten Börsenumfeld kann ich mir nicht vorstellen, dass das Niveau des Vorjahres auch nur annähernd erreicht wird", sagte Aktienhändler Andreas Kehl von der Deutschen Bank. Viele Gesellschaften würden zwar gerne ihre Papiere anbieten, doch sei die Nachfrage durch die Investoren derzeit äußerst gering.

Der drastische Rückgang an Neuemissionen spiegele die momentane Schwäche der Börsen wider, sagte ein Aktienhändler der BfG Bank AG. Vor einem halben Jahr hätte ein Börsengang deutlich mehr Geld in die Kassen spülen können als im derzeitigen Umfeld. "Die Unternehmen überlegen sich deshalb zweimal, ob sie den Börsengang wagen und möglicherweise viel Geld verschenken", sagte der Aktienhändler der BfG.

Nur Sunways über dem Ausgabepreis

Von den fünf Neulingen lag bis Freitagnachmittag lediglich der Kurs der Sunways AG über dem Ausgabepreis. Der Kurs des Unternehmens, das vorwiegend Geräte zur Nutzung von Solarenergie und verwandten Techniken entwickelt und herstellt, verdoppelte sich nahezu am ersten Handelstag. Am Freitagabend lag der Kurs mit 12,50 ? immer noch klar über dem Emissionspreis, die OHB Teledata AG, die Deutsche Börse AG und die Dr. Hönle AG teilweise deutliche Verluste. Die ersten beiden Handelstage für die seit Donnerstag gehandelten Papiere der LS Telcom fielen wenig erfreulich aus: Der Kurs des Softwareherstellers sank gleich unter den Ausgabepreis von 12,50 ? und notiert aktuell bei 7,85 ?.

Nicht anders erging es der OHB Teledata, die auch im Krisenmonat März den Sprung auf den Kurszettel wagte. Die erste Notierung lag ebenfalls unter dem Ausgabepreis von 10,50 ?. Am Freitagabend wurde die Aktie der Gesellschaft, die Lösungen im Bereich der Verkehrstelematik anbietet, bei 8,80 ? gehandelt.

Die Deutsche Börse AG und die Dr. Hönle AG verzeichneten dagegen anfängliche Gewinne. Beide konnten am ersten Handelstag zulegen und die Gewinne zunächst halten. Das schwache Börsenumfeld lies jedoch beide Kurse im März einknicken.

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