Super-Tuesday
US-Staaten kämpfen gegen Wahl-Chaos

Es ist der größte Superdienstag in der Geschichte der amerikanischen Politik: Fast die Hälfte des Landes entscheidet in Vorwahlen und Parteiversammlungen über die Kandidaten der Republikaner und Demokraten für die Präsidentenwahl. Doch der Tag könnte im Fiasko enden. Sorgen bereiten den Verantwortlichen vor allem fehlende Wahlhelfer und das Wetter.

HB NEW YORK. In insgesamt 24 US-Staaten finden am Dienstag Vorwahlen statt. Viele Staaten zogen ihre Abstimmungen vor, um sich auf diese Weise mehr Einfluss zu verschaffen. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die Behörden auf die Wahlen ausreichend vorbereitet sind. Möglichkeiten für Verzögerungen bei der Auszählung bieten sich reichlich: Die Wahlbeteiligung könnte bei den erwarteten knappen Rennen um die Kandidatur beider Parteien hoch sein. Außerdem haben viele Staaten zuvor noch keine Vorwahlen von bedeutendem Ausgang organisiert.

Am „Super Duper Tuesday“ oder „Tsunami-Dienstag“, wie der Tag bereits genannt wurde, könnten sich die amerikanischen Wähler also ungeahnten Schwierigkeiten gegenübersehen - ebenso wie altbekannten. In ihrer Hast, die Vorwahlen vorzuziehen, haben einige Staaten etwaige Nebeneffekte gänzlich außer Acht gelassen, zum Beispiel das Wetter oder das fortgeschrittene Alter vieler freiwilliger Wahlhelfer.

In den nordöstlich Staaten wie Connecticut und New York hatten die Behörden Probleme, Wahlhelfer zu rekrutieren. Der Grund: Diese Aufgabe wird oft von Senioren übernommen, die es im Winter gern in den Süden zieht. Auch Schnee könnte Auswirkungen auf die Wahl haben, wenn Wahlhelfer ihr Amt nicht pünktlich antreten können. Im Norden von New Jersey suchte die Wahlkommission per Zeitungsanzeigen nach Freiwilligen. „Die Leute waren entweder in Florida oder sie wollten nicht zusagen, weil es kalt werden könnte“, sagte die Mitarbeiterin Linda von Nessi.

Sie musste mehr als 200 Personen anstellen, die zum ersten Mal als Wahlhelfer tätig sind. „So viele Neue mussten wir noch nie anheuern“, erklärte sie. Doch auch in den sonnigen Staaten läuft nicht alles reibungslos. Noch am Donnerstag warb die kalifornische Wahlkommission auf ihrer Website um Wahlhelfer.

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