Superstar schoss sein Team zur Endrunde
David Beckham - vom „Staatsfeind" zum „Liebling der Engländer"

Am 7. Oktober 2001 hat David Beckham die Wandlung vom "Staatsfeind Nr. 1" zum "Liebling der Engländer" endgültig vollzogen. Mit einem traumhaften Freistoßtor zum 2:2 gegen Griechenland in der Schlussminute schoss der Superstar von Manchester United das Fußball-Mutterland zur WM-Endrunde 2002 in Japan und Südkorea. Fans und Medien feierten den 26-Jährigen anschließend überschwänglich als Volkshelden.

sid LONDON. Umso größer ist derzeit die Sorge um den verletzten Kapitän. Ein Mittelfußbruch gefährdet Beckhams WM-Teilnahme seit Mitte April ernsthaft. Schon kursieren auf der Insel Spekulationen, dass der Superstar auch nur für die WM-Spiele ab dem Achtelfinale nominiert werden könnte.

Beckhams Standing war indes nicht immer so hoch. Bei der WM 1998 in Frankreich flog "Becks" im Achtelfinale gegen Argentinien wegen eines dummen Fouls vom Platz und England anschließend in Unterzahl aus dem Turnier. Für die berüchtigte "Yellow Press" stand der Schuldige schnell fest: "Zehn Helden und ein Idiot", hieß es in einem Revolverblatt. In einer anderen Boulevardzeitung baumelte der "Idiot" sogar am Galgen.

Bewundert und gehasst - zwischen diesen Extremen bewegt sich der in Leytonstone geborene Beckham in seiner Karriere. Dabei ist ihm öffentliches Interesse stets gewiss. Sei es wegen seiner Ehefrau Victoria, besser bekannt als "Posh Spice", wegen seiner Liebe zu schnellen Autos und teuren Klamotten oder einfach nur wegen seiner außergewöhnlichen Freistoßtore.

Mit Victoria und Sohn Brooklyn lebt der Profi im "Beckingham Palace", einem Schloss für über vier Millionen Euro. Das kann sich Beckham bei einem Gehalt von gut 150 000 Euro pro Woche allerdings locker leisten.

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