Susanne Kiermayer Elfte im Doppeltrap-Wettkampf
Dorjsuren hadert mit Kamerateam

Munkhbayar Dorjsuren hat die erhoffte olympische Medaille verpasst. Mitten in der Aufholjagd ließ sich die Weltmeisterin der Sportpistole-Schützinnen von einem Fernsehteam irritieren - und musste sich am Ende mit Rang fünf begnügen. Medaillen-Hoffnungen wecken dagegen die Auftritte der deutschen "Keilerschützen".

HB ATHEN. Als sie beim Schnellfeuerschießen mit der nahezu unglaublichen Serie von 24 Zehnen bei 25 Schüssen auf dem Weg vom 21. Platz an die Spitze war, machte das Team direkt hinter ihr seine Aufnahmen. Die in Moosach lebende gebürtige Mongolin kam aus dem Rhythmus und schoss zwei Neunen. "Darüber bin ich echt sauer", schimpfte sie.

"Die Ablenkung brachten genau die zwei Mal 9,9, die "Munk" nach dem Vorkampf fehlten", beschwerte sich auch Bundestrainer Peter Kraneis. Da im Vorkampf nur volle Ringzahlen gewertet werden, gingen die zwei Schüsse als Neuner ins Protokoll ein. Die 35 Jahre alte Wahl-Bayerin war aber fair genug und sah in der Störung nicht den Hauptgrund, dass sie das anvisierte Edelmetall nicht gewonnen hat. "Nur 286 Ringe in der ersten Hälfte sind ein ziemlich schlechtes Ergebnis. Darüber ärgere ich mich total. Ich habe falsch gearbeitet, war zu verkrampft", begründete die Perfektionistin die schlechte Ausgangsposition. "Ich wollte unbedingt die Medaille für meine neue Heimat. Manchmal ist mein Ehrgeiz eben zu groß. Damit mache ich mir einiges kaputt", übte sie Selbstkritik.

Die Goldmedaille gewann wie vor vier Jahren Maria Grozdewa aus Bulgarien, die mit dem besten Finale drei Ringe aufholte. Mit 688,2 Zählern siegte sie vor der tschechischen Junioren-Europameisterin Lenka Hykova (687,8) und der 46-jährigen Irada Aschumowa (Aserbeidschan/687,3). Dorjsuren kam auf 684,6 Ringe.

Als Doppeltrap-Olympiasiegerin wurde Kimberly Rhode (USA) gefeiert. Sie konnte sich 1996 die erste und nun letzte Goldmedaille in der Disziplin umhängen lassen, die aus dem Programm für Peking gestrichen wurde. Dabei hat sie sich in Atlanta acht Tage nach ihrem 17. Geburtstag als jüngste Olympiasiegerin in der Geschichte des Schießens verewigt. Platz zwei ging an die Koreanerin Lee Bo Na vor Gao E (China). Susanne Kiermayer aus dem bayerischen Kirchberg beendete den Doppeltrap-Wettkampf als Elfte. Pistolen-Schützin Claudia Verdiccio (Freiburg) blieb mit 573 Ringen auf Position 23 nach dem Vorkampf hängen.

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