Suse liefert Betriebssystem
Bundesregierung fördert Linux

Durch den Kooperationsvertrag mit IBM, der am Montag unterzeichnet werden soll, werden die Einrichtungen des Bundes, der Länder und der Gemeinden künftig Hardware des weltgrößten Computerherstellers mit Linux-Betriebssystem deutlich günstiger kaufen können als die mit proprietären Systemen.

BERLIN. Die Bundesverwaltung will künftig zusammen mit der IBM Corp. die Verbreitung des Betriebssystems Linux fördern: Im öffentlichen Sektor sollen das offene Betriebssystem und andere so genannte Open-Source-Programme - Software, deren Quellcode für Entwickler von Anwendungsprogrammen frei zugänglich ist - stärker eingesetzt werden.

Die Zusammenarbeit geht auf Kosten der Hersteller der proprietären teuren Betriebssysteme Windows von Microsoft und Unix von Sun Microsystems. Im März hatte das Parlament entschieden, auf rund 150 Zentralrechnern das Microsoft-Betriebssystem Windows NT durch Linux zu ersetzen.

Die Kooperation zwischen Bund und IBM könnte auch den deutschen Softwareentwicklern helfen. So kommt das Linux-Betriebssystem, das auf den IBM-Computern installiert wird, vom deutschen Anbieter Suse Linux AG.

"Linux bietet im Bereich der PC-Betriebssysteme derzeit das beste Potenzial als Alternative zu Windows, um damit zu größerer Heterogenität in der Software zu gelangen", sagt Bundesinnenminister Otto Schily. Ziel der Kooperation sei es, die IT-Sicherheit zu erhöhen und die Abhängigkeit von einzelnen Softwareanbietern zu verringern. Und: "Wir sparen beim Kauf der Software und bei den laufenden Kosten", so Schily weiter.

Weltweit fördern Regierungen den Einsatz von Open-Source-Software. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist das Interesse an den Programmen gewachsen, weil sie als widerstandsfähiger gegen Systemabstürze, Viren und andere Sicherheitsrisiken als proprietäre Software gelten.

Microsoft hält Kritikern entgegen, der Konzern sei als einzelner Partner verlässlicher als eine Vielzahl von Linux-Lieferanten. Die staatliche Unterstützung der Open-Source-Software bedrohe zudem Millionen von Arbeitsplätzen im Vertrieb und Service bei Anbietern proprietärer Systeme.

Quelle: Handelsblatt

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%