SV Werder kassiert kräftig ab Meisterschaft beschert Werder warmen Millionen-Regen

Der vierte Meister-Titel eröffnet dem SV Werder nicht nur die Tür zum europäischen Fußball-Adel, sondern auch darüber hinaus völlig neue Perspektiven für die Zukunft. Denn aus verschiedenen Töpfen fließt nun mehr Geld als ursprünglich eingeplant. Beste Voraussetzungen, um die Personalplanungen für die kommende Saison auf Hochtouren voranzutreiben.

HB BREMEN. Allein für das Erreichen der Champions League erhält der neue Titelträger ein Antrittsgeld von 3,7 Mill. ? von der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Und in der "Königsklasse" warten attraktive Hochkaräter.

"Wir haben uns um diese Finanz-Dinge noch nicht im Detail gekümmert. Im Etat ist aber ein gewisser Betrag aus den Spielen der Champions League eingesetzt", sagte am Montag Marketingchef Manfred Müller. Neben den Punktprämien (170 000 ?) der UEFA belohnt auch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) den souveränen Durchmarsch. Aus dem TV-Topf, der teilweise erfolgsabhängig aufgeteilt wird, erhält Werder Bremen für 21 Mal Tabellenplatz eins rund 15 Mill. ? und damit etwa drei Mill. ? mehr als ein Club aus dem Mittelfeld.

In der Rangliste der Bundesliga-Titelträger ist das Team von Trainer Thomas Schaaf auf Platz drei hinter dem FC Bayern München (17) und Borussia Mönchengladbach (5) aufgerückt. Der Titel hat die Planungssicherheit und den Spielraum auf dem Transfermarkt erhöht. Neben Frank Fahrenhorst (VfL Bochum), Miroslav Klose (1. FC Kaiserslautern) und Gustavo Nery (FC Sao Paulo) sollen noch mindestens zwei international erfahrene Spieler geholt werden. Im Wartestand stehen Yildiray Bastürk (Bayer Leverkusen) und Daniel Jensen (Real Murcia). Mit beiden Spielern hat Sportdirektor Klaus Allofs Verbindungen aufgenommen; eine Entscheidung steht noch aus.

Die Zugänge sollen in der nächsten Saison, in der die Bremer vom Jäger zum Gejagten werden, die Abgänge von Ailton und Mladen Krstajic (beide FC Schalke 04), Holger Wehlage (MSV Duisburg), Markus Daun (1. FC Köln), Ivica Banovic (1. FC Nürnberg), Simon Rolfes (Alemannia Aachen) und Victor Skripnik (hört auf) ersetzen. Zuvor steht aber noch das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen auf dem Bremer Programm. Die Feiern sollen erst mit dem erhofften Sieg im Pokal-Finale gegen Alemannia Aachen am 29. Mai in Berlin ein Ende finden.

Kapitän Frank Baumann wird die Meisterschale am Samstag nach dem Abpfiff in Empfang nehmen. DFL-Präsident Werner Hackmann und Geschäftsführer Wilfried Straub sollen sie mit DFB-Teamchef Rudi Völler überreichen. Völler hat von 1982 bis 1987 für die Bremer gespielt und wird als Ehrengast im mit 43 000 Zuschauern ausverkauften Weserstadion sein.

Auch für die Meisterfeier Teil II am Sonntagmittag auf dem Rathausmarkt ist alles fertig. Werder hat die Organisation an eine Veranstaltungs-Agentur vergeben. Zu der Fete werden wie am vergangenen Samstag rund 25 000 Werder-Fans erwartet. Sie werden ihre Lieblinge auf dem Rathaus-Balkon feiern. Bremens Bürgermeister Henning Scherf hat die Mannschaft zum Empfang geladen.

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