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Swatch weist Vorwürfe wegen Steuerhinterziehung zurück

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch hat am Freitag den Vorwurf wegen Steuerhinterziehung zurückgewiesen und eine offizielle Beschwerde gegen das Unternehmen bestätigt. Die Beschwerde sei in den USA von zwei früheren Managern den Unternehmens eingereicht worden, die als regionale Kontrolleure für das Unternehmen in Singapur und Hongkong gearbeitet hätten, teilte das Unternehmen am Freitag in Biel mit.

dpa-afx BIEL. Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch hat am Freitag den Vorwurf wegen Steuerhinterziehung zurückgewiesen und eine offizielle Beschwerde gegen das Unternehmen bestätigt. Die Beschwerde sei in den USA von zwei früheren Managern den Unternehmens eingereicht worden, die als regionale Kontrolleure für das Unternehmen in Singapur und Hongkong gearbeitet hätten, teilte das Unternehmen am Freitag in Biel mit.

Einem Pressebericht des "Wall Street Journal Europe" zufolge sollen die beiden früheren Mitarbeiter das Unternehmen in den USA der Hinterziehung von Steuern und Zollabgaben beschuldigt haben. Der Konzern wies den Vorwurf jedoch vehement zurück. "Nach den ersten Untersuchungen können wir sagen, dass die Swatch Group keine Gesetze verletzt hat. Es ist strikte Firmenpolitik, alle nationalen und internationalen Vorschriften einschließlich der Steuergesetzgebung zu beachten.

Auseinandersetzung MIT Zwei Früheren Mitarbeitern

Der Konzern versuchte den Fall, der am Freitag für einen Kursturz der Aktie gesorgt hatte, herunterzuspielen. Tatsächlich handele es sich um eine Auseinandersetzung zwischen den beiden früheren Mitarbeitern und dem Unternehmen. Beide inzwischen ausgeschiedene Mitarbeiter hätten die Beschwerde eingereicht, nachdem die Verhandlungen über eine Aufstockung ihrer Abfindungszahlungen gescheitert seien, hieß es bei Swatch. Der Konzern habe sich nicht auf einen Vergleich mit den beiden einlassen wollen.

Dem Bericht des "Wall Street Journal" vom Freitag zufolge, hatten die beiden Manager am 25. Juni eine Beschwerde beim US-Arbeitsministerium eingereicht, wonach Swatch die asiatische Tochter Swatch Group Asia auf den Virgin Islands benutzt habe, um Steuern und Zölle in verschiedenen Ländern, darunter den USA, zu umgehen.

Swatch entgegnete, es sei normale Praxis von Unternehmen Steuerzahlungen nur insoweit zu leisten, wie dies durch die Gesetzgebung notwendig sei. Gleichzeitig stellte der Konzern die Rechtmäßigkeit der Beschwerde in Frage, die in den USA gemäß dem Sarbanes-Oxley Act eingeben worden war. Dieser stellt auf die unternehmerische Verantwortung (Corporate Governance) ab und war nach zahlreichen Bilanzfälschungsskandalen in den USA Ende Juli 2002 vom US-Kongress verabschiedet worden. "Die Swatch Gruppe ist der Meinung, dass sie nicht unter die Rechtsprechung des Sarbanes-Oxley Act fällt, da sie nicht in den USA gelistet ist."

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