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Swiss Air kündigt Gesamtarbeitsvertrag für Bodenpersonal

Die angeschlagene Fluggesellschaft Swiss International Air Lines hat den Gesamtarbeitsvertrag für ihr Bodenpersonal gekündigt und will nun einen neuen aushandeln. Die Entscheidung habe Konzern-Chef Christoph Franz den Personalvertretern bei einem Treffen mitgeteilt, sagte ein Swiss-Sprecher am Mittwoch. Forderungen wurden jedoch nicht genannt.

dpa-afx ZÜRICH. Die angeschlagene Fluggesellschaft Swiss International Air Lines hat den Gesamtarbeitsvertrag für ihr Bodenpersonal gekündigt und will nun einen neuen aushandeln. Die Entscheidung habe Konzern-Chef Christoph Franz den Personalvertretern bei einem Treffen mitgeteilt, sagte ein Swiss-Sprecher am Mittwoch. Forderungen wurden jedoch nicht genannt.

Mit der Kündigung des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) werde die Radikalisierung der knapp 2000 Betroffenen gefördert, kritisierte Philipp Hadorn, Präsident der Gewerkschaft SEV-Gata. Dies könne zum Boomerang für die Swiss werden. Zudem liege der GAV nur wenig über dem gesetzlichen Minimum, die Sparmöglichkeiten seien also gering. Für den jetzigen GAV habe das Bodenpersonal bereits eine Lohnstagnation, für den größten Teil sogar eine Lohnsenkung um fünf Prozent und eine Arbeitszeiterhöhung um eine Stunde hingenommen, sagte Hadorn.

Unternehmenschef Franz will Kosten senken, um die Airline wieder in die Gewinnzone zu bringen. Diese hat seit ihrer Gründung aus der früheren Swissair im Jahr 2001 noch keinen Gewinn erwirtschaftet. In der vergangenen Woche hatte Swiss von einem Bankenkonsortium die Grundsatzzusage über einen Kreditrahmen in Höhe von 325 Mill. Schweizer Franken (210 Mill. Euro) erhalten.

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