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Swiss Re stößt im großen Stil Massenrisiken ab - Folgt Banken-PraxisDPA-Datum: 2004-07-13 23:27:33

(dpa-AFX) Zürich - Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re < Rukn.VTX > < SCR.FSE > will in großem Stil Massenrisiken in die Kapitalmärkte abgeben und damit die Gewinne erhöhen sowie stabilisieren. "Schon jetzt werden Spitzenrisiken in die Kapitalmärkte gegeben. Mir geht es um Verbriefungen auch für großvolumiges Massengeschäft wie Auto- oder Lebensversicherungen", sagte Swiss-Re-Chef John Coomber der "Financial Times Deutschland" (Mittwochs-Ausgabe).

(dpa-AFX) Zürich - Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re < Rukn.VTX > < SCR.FSE > will in großem Stil Massenrisiken in die Kapitalmärkte abgeben und damit die Gewinne erhöhen sowie stabilisieren. "Schon jetzt werden Spitzenrisiken in die Kapitalmärkte gegeben. Mir geht es um Verbriefungen auch für großvolumiges Massengeschäft wie Auto- oder Lebensversicherungen", sagte Swiss-Re-Chef John Coomber der "Financial Times Deutschland" (Mittwochs-Ausgabe).

Eine Projektgruppe arbeite an einem Modell. "Wir werden dann testen, ob die Investoren interessiert sind." Coomber wollte keinen Zeitplan nennen. Mit seinem Vorhaben folgt der Chef der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re) der Praxis von Banken. Sie hätten deutlich stabilere Ergebnisse als die Versicherer, sagte er.

US-Lebensversicherer hätten in den Jahren 1980 bis 2003 im Durchschnitt 13,0 Prozent Ertrag auf das eingesetzte Kapital erzielt, dabei aber hohe Schwankungen erlebt. Bei den Schaden- und Unfallversicherern waren es sogar nur 8,5 Prozent, bei ähnlich scharfen Ausschlägen. "Die Banken dagegen haben im Schnitt 15,0 Prozent verdient, und trotz der Bankenkrisen viel geringere Schwankungen erlebt", sagte er.

Aus Coombers Sicht ist die Nutzung von Verbriefungen, so genannter Asset-Backed Securities (ABS), durch die Banken ein entscheidender Faktor für ihre Gewinnstärke. Dabei verkaufen sie ganze Bestände an Hypotheken und anderen Krediten an Investoren. "Allein in den USA sind fast 2500 Milliarden Dollar an ABS im Umlauf", sagte Coomber. "In der Versicherungswirtschaft weltweit sind es gerade mal knapp 4 Milliarden Dollar."

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