Swiss Re will auch nur für einen Schadensfall zahlen
Erleichterung bei Versicherern: WTC-Anschläge sind ein Ereignis

Das Urteil von Richter John Martin in New York bedeutet, dass fünf der ursprünglich 22 Versicherer des Komplexes den vollen Betrag der Schadensdeckung einmal statt zweimal bezahlen müssen.

Reuters NEW YORK. Larry Silverstein, der das World Trade Center kurz vor den Anschlägen vom 11. September des vergangenen Jahres geleast hatte, fordert die zweimalige Auszahlung der Versicherungsdeckung von 3,5 Mrd. Dollar; für ihn handelt es sich bei dem Zusammenstoss der zwei Flugzeuge mit den beiden Türmen um zwei Ereignisse.

Silverstein sei mit dem Urteil nicht einverstanden und erwäge, zur gegebenen Zeit Berufung einzulegen, sagte ein Sprecher.

Bei den vom Urteil direkt betroffenen Versicherungen handelt es sich um Hartford Financial Services Group, St. Paul Cos. und Royal Sun Alliance.

Die Schweizer Zurich Financial Services und die deutsche Allianz haben den Richter um eine ähnliche Entscheidung ersucht, aber das Gericht hat bei diesen Versicherungen noch nicht entschieden.

ACE Ltd und XL Capital haben sich mit Silverstein bereits darauf geeinigt, dass es sich um ein Ereignis handelt.

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re, Travelers und die übrigen verbliebenen Versicherer argumentieren ebenfalls, dass sie Silverstein lediglich eine Zahlung schulden. Für diese Versicherungen dürfte das Gerichtsverfahren in New York Anfang November beginnen.

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