Swissca ist bei Aktien zurückhaltend
Wertentwicklungsanalyse von gemischten Fonds

Beat Gerber hält die Gewinnchancen am Aktienmarkt für begrenzt. "Der Konjunkturaufschwung wird zwar kommen, er wird aber nur moderat ausfallen", sagt der Fondsmanager des Swissca Portfolio Fund Yield.

HB/vwd FRANKFURT/M. Das konservativ anlegende Produkt der schweizerischen Swissca, der Investmentgesellschaft der Kantonalbanken, zählt unter den zehn größten gemischten Fonds zu denen mit relativ guter Performance. Unter allen 362 gemischten Fonds reicht es dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns per Ende Januar von 0,76 % zum 34. Platz. Enthalten sind alle gemischten Fonds, unabhängig davon, ob sie ihren Anlageschwerpunkt grundsätzlich eher bei Aktien oder bei wertstabilen Anlagen wie Anleihen setzen, eine ausgewogene Mischung der Anlageformen anstreben oder sich bei dieser Aufteilung keinerlei Beschränkungen unterwerfen.

Vor dem Hintergrund der Börseneinschätzung will Gerber nach eigenen Angaben bei seiner neutralen Aktiengewichtung bleiben. "Neutral positioniert" sei der Fonds bei einer Aktienquote von 20 %, einer Anleihequote von 70 % und einem Geldmarktanteil von 10 %. Das entspreche der aktuellen Struktur. Aufgrund der Erwartung eines nur moderaten Konjunkturaufschwunges bevorzuge er in der Branchenbetrachtung defensive Bereiche wie Nahrungsmittel und Basisindustrien. Zu seinen aktuellen Favoriten zählten die US-amerikanische Handelskette Safeway und das deutsche Softwareunternehmen SAP.

Innerhalb des Anleihebereiches gewichte er momentan Yen- und US-Dollar-Papiere sowie auf die Fondswährung Schweizer Franken lautende Bonds leicht unter. Auf eidgenössische Anleihen, die normalerweise mit 41 % im Rentenportfolio berücksichtigt seien, entfielen derzeit 39 %. Übergewichtet seien Euro-Anleihen, die im Schnitt über aller Laufzeiten hinweg rund 1,5 Prozentpunkte höher rentierten als Schweizer-Franken-Titel.

Für die Rentenmärkte sei er recht zuversichtlich. Den jüngsten Anstieg der langfristigen Renditen hält der Swissca-Mann für übertrieben. Deshalb wolle er weiter verstärkt auf längere Laufzeiten setzen. Für nach wie vor interessant schätze er Unternehmensanleihen ein, auf die derzeit 80 % des gesamten Rentenanteils entfielen. "Die Mehrrendite gegenüber Staatstiteln rechtfertigen ein Engagement auch trotz des höheren Risikos", betont Gerber.

Platz 66 belegt mit einem Verlust von 1,20 % der CS Portfolio Fund (Lux) Income (SFR) B. Der konservative Mischfonds investiere weltweit, wobei ein starkes Gewicht auf festverzinslichen Werten und der Referenzwährung Schweizer Franken liege, so ein Fondsmanager der schweizerischen Credit Suisse (CS). Die neutrale Aufteilung der Gelder auf Anleihen, Aktien und Geldmarkttitel liege bei 60/25/15 %.

An eine weitere Aufstockung der derzeitigen - recht hohen - Aktienquote von knapp 28 % denke man erst dann, wenn letzte Zweifel an der Nachhaltigkeit des neuen Konjunkturaufschwungs ausgeräumt werden könnten. In regionaler Betrachtung sei der Fonds sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite seit einiger Zeit in Europa sowie im Euro übergewichtet, während die USA und Japan sowie deren Landeswährungen im Portfolio unterrepräsentiert seien.

Handlungsbedarf habe es schon vor einiger Zeit bei Unternehmensanleihen gegeben, in die der Fonds in der Spitze mit über 10 % der für Anleihen reservierten Gelder engagiert gewesen sei. Die Quote sei inzwischen auf 5 % halbiert worden, weil der Renditevorsprung gegenüber vergleichbaren Staatstiteln schon stark gesunken sei.

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