Archiv
Swisscom verbessert operatives Ergebnis

Der Schweizer Telekomkonzern Swisscom hat im ersten Quartal 2001 dank Wachstum in der Mobilkommunikation und bei der deutschen Tochter Debitel den Umsatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 4,8 % auf 3,52 Mrd. sfr gesteigert.

rtr BERN. Mehr Effizienz und ein höheres Verkehrsvolumen führte nach weiteren Swisscom-Angaben vom Donnerstag zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 5,7 % auf 1,21 Mrd. sfr und eine marginal auf 34,3 % erhöhte Marge. Der Betriebsgewinn EBIT blieb mit 664 Mill. sfr praktisch auf Vorjahresniveau. Mit den operativen Ergebnissen lag die Swisscom über den Markterwartungen.

Dass der Reingewinn mit 4,48 Mrd. sfr deutlich über den 2,06 Mrd. der Vorjahresperiode liegen würde, war erwartet worden. Neben dem stabilen operativen Ergebnis schlug der Gewinn von 3,887 Mrd. sfr aus der Veräusserung von 25 % an Swisscom Mobile AG an Vodafone zu Buche.

Im Gegensatz zu anderen Telekomkonzernen in Europa hat Swisscom netto gerechnet kaum Schulden. Ein hoher Free Cash Flow und die ersten Zahlungen von Vodafone reduzierten die Nettoverschuldung in den Swisscom-Büchern auf 536 Mill. sfr. Die Eigenkapitalquote betrug 50 %. Die Zahl der Vollzeitstellen verringerte sich um 1000 auf 20 274.

Für das gesamte Geschäftsjahr rechne Swisscom mit einer leichten Umsatzzunahme, einem tieferen Betriebsergebnis und aufgrund der ausserordentlichen Erträge mit einem deutlich höheren Reingewinn als im Jahr 2000, hiess es weiter. Der Prozess der Marktanteilsverluste im Heimmarkt sollte sich verlangsamen, hiess es weiter. Swisscom rechne damit, dass die Ebitda-Marge bei Fixcom-Retail and Networks sowie bei Enterprise Solutions aufgrund der Konkurrenzsituation weiter unter Druck bleiben. In diesen Bereichen dürfte es im Laufe des Jahres zu Preissenkungen kommen, wie es bei Swisscom auf Anfrage weiter hiess. Das erste Quartal sei meistens das beste, hiess es bei Swisscom weiter. Zudem seien keine Restrukturierungskosten angefallen.

Einer Reuters-Umfrage zufolge rechneten Analysten mit einem Gewinn nur knapp über vier Mrd. sfr. Die Experten hatten den EBIT mit etwas über 400 Mill. sfr niedriger eingeschätzt als er tatsächlich ausfiel. Beim Ebitda war ein Rückgang erwartet worden.

Die Börse reagiert positiv. Die Swisscom-Aktie eröffnete 15,50 sfr fester bei 442 sfr.

Der Bereich Mobile steigerte den Umsatz im Berichtsquartal auf 959 (Vorjahresperiode 776) Mill. sfr; die Ebitda-Marge sank auf 49,9 (51,3) Prozent. debitel kam auf 947 (893) Mill. sfr und eine erhöhte Marge von 5,4 (4,5) Prozent. Der Bereich Fixcom Retail and Network verzeichnete einen Umsatz von 1313 (1361) Mill. sfr und erzielte eine Marge von 35,5 (37,0) Prozent. Swisscom Mobile AG hat 1,98 (1,48) Mill. Vertrags-Kunden und 1,33 (0,96) Mill. Kunden, die pre-paid-Karten benutzen. Aufgrund der hohen Marktdurchdringung werde sich das Wachstum in diesem Bereich verlangsamen, erklärte Swisscom. Debitel komme auf 9,25 (5,36) Mill. Kunden. Swisscom sei laufend auf der Suche nach geeigneten Übernahme-Möglichkeiten, habe aber im Berichtsquartal nichts gefunden, hiess es weiter.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%