Synergien nutzen
BWT will Christ komplett übernehmen

Der österreichische Wasseraufbereiter BWT AG will die schweizerische Christ AG zur Gänze übernehmen und bietet dem Streubesitz 480 CHF je Christ-Aktie.

Reuters WIEN. Das deutlich über dem letzten Schlusskurs der Christ liegende Angebot basiere auf einer umfassenden Bewertung, die im Auftrag der Christ von der Ernst & Young AG vorgenommen worden sei, teilte BWT am Dienstag mit. Christ notierten zuletzt mit 270 CHF.

BWT wolle enger mit Christ kooperieren und das Synergiepotenzial der beiden Unternehmen vollständig nutzen. Eine engere Zusammenarbeit könne aber nur erreicht werden, wenn die Aktivitäten im industriellen und kommunalen Wasseraufbereitungsgeschäft der BWT und der Christ vollständig zusammengelegt würden. Der Vorstand der BWT habe sich daher entschieden, den Aktionären der Christ ein Angebot zum Kauf aller sich im Publikum befindenden Namenaktien zu unterbreiten. Im Zuge der beabsichtigten Integration werde kein Personalabbau bei der Christ in Betracht gezogen. Außerdem sei geplant, den Geschäftsbereich Aqua Systems Technologies der BWT vollständig in der Christ zu konzentrieren und den Standort Aesch zum Hauptsitz dieser Aktivitäten zu machen. Der Name Christ werde weltweit als die Marke für innovative Wassertechnologie für Industrie und Kommune stehen.

Die Revisions- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG habe im Auftrag der Christ eine Fairness Opinion abgegeben und den gebotenen Kaufpreis von 480 CHF je Aktie als fair und angemessen eingestuft. Gestützt auf die Fairness Opinion empfehle der Christ-Verwaltungsrat den Aktionären, das BWT-Kaufangebot anzunehmen.

Das Kaufangebot richtet sich den Angaben zufolge an die Inhaber von 98 000 Christ-Namenaktien. BWT hält bereits 51 % an Christ. Das öffentliche Kaufangebot liegt den Angaben zufolge um 39 % über dem Durchschnittskurs der letzten drei Monate bzw. 78 % über dem Schlusskurs vom 24. September 2001, dem Tag vor Ankündigung des Kaufangebots. Die Angebotsfrist für das Kaufangebot laufe voraussichtlich vom 15. Oktober bis 2. November 2001. BWT behalte sich das Recht vor, vom Kaufangebot zurückzutreten, falls sie nach Ablauf der Angebotsfrist nicht mehr als 95 % der Christ-Stimmrechte hält. Mit der Durchführung des Kaufangebots sei die Credit Suisse First Boston beauftragt.

BWT ist als Wassertechnologieunternehmen unter anderem im Geschäftsbereich Aqua Systems Technologies mit industrieller und kommunaler Wasseraufbereitung tätig, die das Hauptgeschäft der Christ darstellt.

BWT notierten an der Wiener Börse zuletzt mit 22,34 (22,05) Euro. Im Jahresverlauf haben BWT 2001 rund 39 % verloren.

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