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Syrien kündigt trotz des Nahost-Friedensprozesses Aufrüstung an

dpa DAMASKUS. Syrien will trotz des Nahost-Friedensprozesses seine Streitkräfte weiter aufrüsten. Der syrische Generalstabschef Ali Aslan begründete dies am Montag damit, dass Israel "niemals seine expansionistischen und feindliche Politik aufgeben und nicht auf die Vorbedingung eines gerechten und umfassenden Friedens eingehen werde", wenn Syrien nicht aus einer Position der Stärke verhandeln könne.

Im syrischen Staatsrundfunk wurde US-Präsident Bill Clinton kritisiert, der eine Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem nicht ausgeschlossen hatte. Jerusalem ist als Hauptstadt Israels bislang nicht international anerkannt. Washington ermutige mit diesen Erwägungen die israelische Führung zur weiteren Verletzung der UN-Nahost-Resolutionen.

Eine militante Palästinensergruppe drohte mit Anschlägen gegen US- Einrichtungen, falls die amerikanische Botschaft tatsächlich nach Jerusalem verlegt werden sollte. In einer in Damaskus veröffentlichten Erklärung des radikal- islamischen Dschihad (Heiliger Krieg) hieß es, in einem Umzug der US- Botschaft würde sich die "unverhohlene Feindschaft gegen das palästinensische Volk" manifestieren. Man würde dies als eine "Kriegserklärung und direkte amerikanische Aggression gegen unser Volk und unsere heiligen Stätten" ansehen.

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