T-Aktie belastet - Bayer bildet Dax-Schlusslicht: Dax beendet Handelswoche etwas schwächer

T-Aktie belastet - Bayer bildet Dax-Schlusslicht
Dax beendet Handelswoche etwas schwächer

Die deutschen Standardwerte haben die Handelswoche mit leichten Verlusten beendet. Der Dax schloss am Freitag um 0,35 Prozent tiefer bei 5 209,97 Punkten. Der Nemax 50 schloss nahezu unverändert bei 1 247 Punkten. Der MDax legte um 0,1 Prozent auf 4 363 Stellen zu. Die von den Märkten mit Spannung erwartete Rede von US-Notenbank-Chef Alan Greenspan habe die Kurse in Frankfurt kurz vor Schluss nur wenig belastet, sagten Händler.

dpa FRANKFURT/M. Greenspan zufolge steht die US- Wirtschaft auf kurze Sicht zwar noch vor signifikanten Risiken. Immerhin sehe er aber erste Anzeichen für ein Ende der Rezession. Deutliche Kursverluste gab es erneut bei der T-Aktie. Das Papier büßte 2,46 Prozent auf 18,23 Euro ein. Die Kassenlage des Konzerns ist einem Pressebericht zufolge offenbar deutlich angespannter als bislang bekannt. Die Börsianer zeigten sich wenig erfreut darüber, dass die Bonner in der ersten Jahreshälfte den 49,9 prozentigen Anteil an Debis Systemhaus für 4,6 Milliarden Euro von Daimler-Chrysler kaufen. Auch die in der Presse diskutierten Pläne, sich für 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro bei der tschechischen Czesky Telecom einzukaufen, brachten den Glauben an einen zügigen Schuldenabbau ins Wanken.

Bayer bildete das Dax-Schlusslicht und gab 2,75 Prozent auf 37,18 Euro ab. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer schließt Umsatzausfälle nach der Patentstreit-Einigung mit seinem Schweizer Wettbewerber Syngenta nicht aus. Zudem belasteten negative Analystenkommentare von ABN Amro den Titel.

SAP-Aktien profitierten von einer Erhöhung des Kursziels durch die Investmentbank Merrill Lynch. Die Aktie des Software-Herstellers gewann 1,56 Prozent auf 165,55 Euro. Auch die Papiere des Chip- Herstellers Infineon verteuerten sich um 2,40 Prozent auf 25,60 Euro. Der Titel profitierte von Zahlen des US-Konkurrent Rambus Inc., die besser als erwartet ausgefallen waren. Zudem beflügele den Titel die Aufnahme in die "European Focus List" der Deutschen Bank. Zu den Gewinnern zählten aber auch "klassische" Werte. So kletterten Aktien des Maschinen- und Nutzfahrzeugherstellers MAN nach positiven Analystenkommentaren um 2,50 Prozent auf 26,29 Euro.

Trotz schlechter Nachrichten von Ford standen Volkswagen-Papiere mit einem Gewinn von 0,14 Prozent auf 50,90 Euro im Plus. Positive Analystenkommentare hätten der Aktie Auftrieb verliehen, sagten Händler. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte dem US-Geschäft der Wolfsburger stabile Gewinne prophezeit, solange die Stärke des Dollars anhalte. Die Papiere von DaimlerChrysler stiegen um 0,63 Prozent auf 47,59 Euro, die von BMW um 2,60 Prozent auf 39,35 Euro.

Der EuroStoxx 50 der europäischen Spitzenwerte schloss bei 3696,66 Punkten - ein Zuwachs von 0,83 Prozent. Die Börsen in London und Paris tendierten etwas fester.

Der Rentenmarkt zeigte sich fester. Der Bund-Future gewann 0,4 Prozent auf 108,60 Punkte. Der Rentenmarkt-Index REX stieg um 0,03 Prozent auf 113,39 Punkte. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 4,68 (Donnerstag: 4,69) Prozent fest. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs auf 0,8919 (0,8909) Dollar fest.

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