T-Aktie erholt sich von Tagestief - Infineon gibt Gewinne ab
Dax und US-Futures geben nach US-Konjunkturdaten nach

Der Deutsche Aktienindex(Dax) und die für den US-Börsenstart maßgeblichen Futures haben nach schwachen US-Konjunkturdaten deutlich nachgegeben. Das wichtigste deutsche Kursbarometer weitete nach Bekanntgabe gesunkener Einzelhandelsumsätze im September und gestiegener Erzeugerpreise sein Minus bis 15 Uhr um mehr fast einen Prozentpunkt auf 1,84 Prozent auf 4 632 Zähler aus. Bis zur Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten bestimmte die Sorge über mögliche Terroranschläge die Kursentwicklung und löste Gewinnmitnahmen aus.

ddp-vwd/rtr/dpa-afx FRANKFURT. Die Dezemberkontrakte des Nasdaq-Futures gaben um zehn und die des Dow-Jones-Futures um rund 40 Punkte nach.

"Die sind auf den ersten Blick nicht berauschend", kommentierte ein Händler die Daten. "Aber was hätten wir erwarten sollen? Die sind ja für September." Der Börsianer erwartete nicht, dass die Daten für eine nachhaltige Abwärtsbewegung am Markt sorgen würden.

Der Einzelhandelsumsatz in den USA war im September nach Daten des US-Handelsministeriums gegenüber dem Vormonat um 2,4 Prozent gesunken. Volkswirte hatten für den Berichtsmonat einen Rückgang von 0,8 Prozent erwartet. Die Erzeugerpreise waren um 0,4 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

Deutsche Aktien bereits den ganzen Tag im Minus

Die deutschen Aktienmärkte hatten aber bereits im Vorfeld der Bekanntgabe der US-Konjunkturdaten nach der Kursrallye des Vortages offenbar eine Atempause eingelegt und von Handelsbeginn an im Minus notiert. Gewinnmitnahmen und die Sorge vor weiteren Terroranschlägen belasten schon den ganzen Tag den Handel und ließen die Kurse schwächer tendieren.

Analysten hatten nach den guten Vorgaben aus den USA und den guten Autoabsatzzahlen nicht unbedingt mit einer so schwachen Tendenz gerechnet. "Es ist aber kein Schaden, wenn wir mal einen Tag etwas im Minus schließen", sagt er. Das könne den Aufwärtstrend eher noch unterstützen.

T-Aktie erholt sich vom Tagestief

Die Aktien der Deutschen Telekom erholten sich zwischenzeitlich von ihrem Tagestief, nachdem der Plan für eine 2 Milliarden Euro schwere Umschuldungsaktion zum Jahresende bekannt geworden war. Zuletzt rutschte sie jedoch wieder auf die unterste Index-Position und wurde mit 17,40 Euro um 4,91 Prozent leichter gehandelt. Der Verlust des Monopols auf das Ortsnetz lasse die T-Aktien im Kurs sinken, sagte ein Händler einer ausländischen Großbank.

Infineon konnte seine Gewinne vom Vormittag nicht halten. Sie verloren zuletzt 3,64 Prozent auf 15,90 Euro. Infineon-Chef Ulrich Schumacher hatte betont, dass Unternehmen habe keine finanziellen Probleme. Die Zahlungsfähigkeit sei gesichert, und der Halbleiterhersteller stünde besser da als viele Konkurrenten.

Deutsche Bank leidet unter Herabstufung

Die Aktien der Deutschen Bank verloren 0,68 Prozent auf 64,50 Euro. Das Investmenthaus Merill Lynch hatte die Aktie herabgestuft. Der Kurs sei zu früh und zu schnell gestiegen, hieß es als Begründung. Ein positiver Analystenkommentar bescherte hingegen BASF einen Aufschlag von 1,87 Prozent auf 40,85 Euro.

Die US-Regulierungsbehörde FERC hat die Übernahme des britischen Energieversorgers Powergen und seiner amerikanischen Tochter LG & E Energy durch E.ON genehmigt. Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Abschlag von 3,54 Prozent auf 58,14 Euro.

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