T-Aktie fällt auf ein Jahrestief
US-Telekomfirmen setzen Börsen unter Druck

Eine Flut von Gewinnwarnungen hat am Donnerstag die Aktienmärkte erneut belastet. Vor allem die Telekombranche geriet unter Druck, weil Telekomfirmen in den USA ihre Prognosen herabsetzten. Im Sog dieser Schwäche fiel der Kurs der Deutschen Telekom auf ein Jahrestief.

HB DÜSSELDORF. Das Ausrüsterunternehmen Lucent Technologies warnte in diesem Jahr bereits zum fünften Mal vor geringeren Erträgen. Statt eines erwarteten Verlusts von einem Cent je Aktie erwartet die Firma nun ein Minus zwischen 25 und 30 Cent je Aktie. Die Aktie brach nach der Ankündigung um 20 % ein. Die US-Telefongesellschaft AT & T kündigte erstmals in ihrer 100-jährigen Firmengeschichte eine Kürzung der Dividende an und schraubte ebenfalls die Erwartungen herunter. Anleger quittierten dies mit einem Abschlag um 10 %. AT & T begründete die revidierten Prognosen mit einer schwächeren Nachfrage, die wiederum auf das sich verlangsamende Wirtschaftswachstum in den USA zurückzuführen sei. Ähnlich hatten bereits Microsoft, Apple, Ford und Coca-Cola argumentiert und ihre Vorhersagen korrigiert. AT & T rechnet statt mit einem Umsatzwachstum von 4 bis 5 % nur noch mit einer Steigerungsrate um 2,5 bis 3 %. Der Gewinn je Aktie werde um gut 10 % geringer ausfallen.

Die AT & T-Warnung schürte an den Märkten die Furcht vor einem branchenweiten Rückgang des Wachstums, zumal auch die anderen großen US-Ferngesprächsanbieter, Worldcom und Sprint, bereits Gewinnwarnungen veröffentlicht hatten. Analysten rechnen auch im kommenden Jahr nicht mit guten Nachrichten in der amerikanischen Telekombranche.

Im Sog von AT & T sank die T-Aktie um gut 6 % auf unter 33 Euro. Der niedrige Aktienkurs könnte eine Neuverhandlung der geplanten Übernahme des US-Mobilfunkanbieters Voicestream bedeuten. Voicestream kann dies verlangen, falls der Wert der T-Aktie im Durchschnitt sieben Tage lang innerhalb der zwei Wochen vor dem Abschluss der Transaktion unter 33 Euro liegt.

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