T-Aktie legt an der Börse im frühen Handel zu: Telekom startet Verkauf von MTS-Aktien

T-Aktie legt an der Börse im frühen Handel zu
Telekom startet Verkauf von MTS-Aktien

Aktienhändler sagten in London, die Investmentbank CSFB habe im Auftrag der Deutschen Telekom 4,9 Millionen MTS-Aktien platziert. Der Platzierungspreis je Aktie betrage 40,50 Dollar, was einem Gesamtplatzierungspreis von rund 200 Millionen Dollar entspreche.

Reuters LONDON. An der New Yorker Börse schlossen die Aktien des größten russischen Mobilfunkanbieters am Montag mit 44,70 Dollar. Die Deutsche Telekom und MTS lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Telekom will ihren Kapitalanteil an MTS reduzieren, um ihre Verschuldung abzubauen. Der über die Telekom-Mobilfunktochter T International-Mobile gehaltene MTS-Kapitalanteil beläuft sich auf rund 40 Prozent und soll um rund 15 Prozent sinken. Die jetzt platzierten Aktien entsprechen rund 5 Prozent des MTS-Kapitals. Weitere 10 Prozent des Kapitals soll der zweite große MTS-Aktionär, die Investmentgruppe Sistema, über eine Kaufoption erwerben. Anfang April platzierte Sistema eine fünfjährige Anleihe über 350 Mill. Dollar, deren Emissionserlös dem Preis für das zehnprozentige Aktienpaket der Telekom entspricht. Die Telekom will an dem wachstumsstarken und hochprofitablen Unternehmen MTS eine Sperrminorität von knapp über 25 Prozent behalten.

An der Börse wurde der Vollzug der bereits Mitte März angekündigten Transaktion positiv bewertet. Der Telekom-Aktienkurs beschleunigte im frühen Handel seinen Aufwärtstrend. Bei freundlichem Markt wurden die Telekom-Titel mit plus drei Prozent bei 11,98 Euro notiert. Fondsmanager Martin Sachsenmaier von Frankfurt Trust sagte, die Platzierung habe zwar keine große Relevanz, "aber für die Aktien ist es eine gute Nachricht". Die Telekom sei auf dem "richtigen Weg", um ihre Schulden zu reduzieren.

MTS zählte zuletzt rund sieben Millionen Mobilfunkkunden. Das Unternehmen bedient vor allem die russischen Metropolen Moskau und Petersburg und hält Anteile am ukrainischen Mobilfunkanbieter UMC. Die Investorengruppe Sistema wird von einem der reichsten Männer Russlands, Wladimir Jewtuskenkow, geleitet. Die Gruppe hat Beteiligungen in Telekom -, Technologie-, Finanz-, und Immobiliengesellschaften

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