T-Aktie stemmt sich gegen Trend
Dax gibt nach

Der deutsche Aktienmarkt konnte die Kurserholung in den USA nicht umsetzen. Die Marktteilnehmer halten sich weiterhin zurück.

dpa FRANKFURT/MAIN. Am deutschen Aktienmarkt zeigten die wichtigsten Kursindizes am Montag nach unten. Damit konnte der Markt in Frankfurt die Kurserholung in den USA nicht umsetzen. Der Aktienindex DAX verlor am Nachmittag 0,83 % auf 6 563,77 Punkte. Die im MDAX zusammengefassten 70 mittelgroßen Unternehmen gaben um 0,20 % auf 4 764,10 Zähler. Am Neuen Markt büßte der NEMAX 50 (Performance-Index) nach zwischenzeitlichen Gewinnen 0,21 % auf 4 612,34 Punkte ein.

"Die Umsätze im DAX sind sehr dünn", sagte der Aktienhändler Andreas Knöfler von der Berenberg Bank in Hamburg. Nach den Vorgaben aus Übersee habe der Markt auch kein Kursfeuerwerk erwartet. "Momentan gibt es weder Kaufbereitschaft noch Verkaufsdruck", fügte Knöfler hinzu. Die Marktteilnehmer hielten sich weiterhin mit Engagements zurück.

Deutsche Telekom und Thyssen-Krupp legen zu

Versorger standen unter Druck. E.ON verbilligten sich um 2,10% auf 58,74 Euro; RWE verloren 2,61 % auf 43,58 Euro. Der Analyst Michael Butscher von Merck Finck & Co führte die Verluste auf Gewinnmitnahmen zurück. Aktien der Branche hätten sich seit Anfang des Jahres besser entwickelt als der DAX: "Investoren verkaufen nun Energieaktien und steigen in die billigen Telekomwerte ein." Die Aktie der Deutschen Telekom zog um 2,25 % auf 39,16 Euro an.

Auf der Gewinnerseite im DAX ragte der Stahlkonzern ThyssenKrupp heraus. Das Papier verteuerte sich um 3,39 % auf 14,93 Euro. Der weltgrößte französische Stahlkonzern Usinor, direkter Konkurrent von ThyssenKrupp, hat sich mit L'Air Liquide und Gaz de France zusammengeschlossen, um ein Kraftwerk zu bauen, das mit aufbereiteten Gasen aus Schmelzöfen Strom erzeugen soll.

Commerzbank-Aktie legt zu

Nachdem die Commerzbank und die spanische Großbank Banco Santander Central Hispano (BSCH) ihre Gespräche über eine Verdoppelung der BSCH-Anteile an der viertgrößten deutschen Bank abgebrochen haben, legte die Commerzbank-Aktie um 0,81 % auf 31 Euro zu. Der Bankenanalyst Konrad Becker von der Münchener Privatbank Merck Finck & Co begründete den Kursanstieg mit erneut aufgeflammten Übernahmespekulationen: "Einige Marktteilnehmer glauben, dass für die Investorengruppe CoBRa jetzt wieder die Chancen steigen, für die Commerzbank einen ausländischen Investor für eine Übernahme zu finden."

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