T-Aktie und Bayer belasten
Dax rutscht tiefer ins Minus

Im Sog von Bayer und der Deutschen Telekom sind die deutschen Standardwerte am Mittwoch tiefer in die Verlustzone gerutscht.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Deutsche Aktienindex Dax gab 1,55 % auf 5435 Punkte nach. "Die Stimmung ist im Keller und das Handelsvolumen gering", sagte Michael Rudolph, Händler bei ABN Amro. Zudem hätten die "zweideutigen US-Konjunkturzahlen den Markt verunsichert". Am Neuen Markt büßte der Nemax 50 2,48 % auf 1129 Punkte ein. Die im M-DAX notierten 70 mittleren Werte gaben 0,42 % auf 4660 Punkte nach.

Händler nahmen die US-Zahlen nach eigenen Angaben mit "gemischten Gefühlen" zur Kenntnis. Die Lagerbestände in den USA gingen nach Angaben des US-Handelsministeriumim im Juni um 0,4 % gegenüber dem Vormonat und damit stärker als erwartet zurück. Gleichzeitig sanken die Geschäftsumsätze um 1,4 %. Die Umsätze seien damit so stark gefallen wie seit August 1992 nicht mehr. Bei der Lagerhaltung war dies der größte Rückgang seit März 2001, hieß es. Dagegen übertrafen die Daten zur US- Industrieproduktion und zur US-Kapazitätsauslastung im Juli die Erwartungen der Experten.

Die T-Aktie fiel ungeachtet des offenen Briefs von Telekom-Chef Ron Sommer, in dem er den wirtschaftlichen Kurs des Unternehmens verteidigt, weiter um 4,62 % auf 18,98 ?. "Es war abzusehen, dass eine solche PR-Aktion dem Kurs der T-Aktie nichts bringt", sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank.

Erste Klagen in den USA gegen den Bayer-Konzern belasten die Aktie des Unternehmens weiter. Das Papier hat seit dem Vermarktungsstopp des Cholesterin-Senkers Lipobay/Baycol in der vergangenen Woche mehr als ein Fünftel an Wert verloren. Bayer-Aktien verbuchten einen Abschlag von 3,86 % auf 34,85 ?. Die Titel des Konkurrenten BASF verloren 1,07 % auf 44,52 ?.

Dagegen standen die Titel von Adidas-Salomon mit einem Zuwachs von 2,77 % auf 77,13 ? ganz oben auf der Gewinnerliste. Ein Frankfurter Händler sagte, dass eine größere Kauforder den Kurs des Sportartikelherstellers nach oben bewegt habe. Ebenfalls fester präsentierten sich die Versicherer. Allianz gewannen 0,58 % auf 323,62 ?, Münchener Rück verbesserten sich um 1,67 % auf 332,00 ?.

Die Aktien in London und Paris präsentierten sich leichter. Auch der Euro Stoxx 50 gab 0,85 % auf 3891 Punkte nach. Nach frühen Gewinnen an der New Yorker Wall Street rutschten die im Dow Jones Index zusammengefassten Standardwerte in die Verlustzone und notierten 0,27 % im Minus bei 10 384 Punkten. Auch die Technologiewerte im Nasdaq verloren 1,69 % auf 1931 Zähler.

Der Rentenmarkt präsentierte sich uneinheitlich: Während der Rentenmarkt-Index Rex um 0,2 % auf 113,38 Zähler anstieg, notierte der Bund-Future nahezu unverändert bei 108,86 Punkte vor. Die Deutsche Bundesbank stellte die Umlaufrendite mit 4,68 (Dienstag: 4,69) Prozent fest. Der Euro konnte die Marke von 91 US-Cent überwinden. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,9114 (Dienstag: 0,8968) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 2,1460 (2,1809) DM.

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