T-Aktie verliert deutlich
Dax von EZB-Entscheidung und US-Daten belastet

Die deutschen Aktienindizes haben am Donnerstag im Minus gestanden. Händlern zufolge gerieten die Aktien unter Druck, weil die Europäische Zentralbank (EZB) entgegen der Hoffnung der meisten Börsianer die Leitzinsen unverändert beließ.

dpa FRANKFURT. Zudem belasteten schlechte Konjunkturdaten aus den USA den Handel. Der Leitindex Dax fiel am frühen Abend um 2,92 % auf 4671 Punkte. Am Neuen Markt sank der Nemax 50 im Sog der schwachen US- Technologiebörse Nasdaq um 3,18 % auf 1057 Zähler. Der MDax der 70 mittelgroßen Werte gab 0,33 % auf 4191 Stellen nach.

"Die Entscheidung der EZB, die Zinsen unverändert lassen, und die schwachen Konjunkturdaten aus den USA haben die Kurse belastet", sagte Rolf Stegemann, Händler bei der BHF-Bank. So ist der Auftragseingang der US-Industrie für langlebige Güter im September weit stärker als erwartet um 8,5 % im Vergleich zum Vormonat gefallen. Auch aus Berlin gab es schlechte Nachrichten: Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesregierung im nächsten Jahr real nur um rund 1,25 % wachsen. In diesem Jahr werden es etwa 0,75 % sein, deutlich weniger als bisher angenommen.

Die lange Liste der Verlierer führten Bayer mit einem Abschlag von 6,74 % auf 33,20 Euro an, obwohl das Unternehmen sofort Gerüchte über eine Gewinnwarnung dementierte. Auch BASF gaben 2,59 % auf 38,39 Euro nach. Titel der HypoVereinsbank fielen nach Vorlage der Quartalszahlen um 4,74 % auf 34,95 Euro. "Die Zahlen lagen nur am unteren Ende der Erwartungen, und der Ausblick hat den Markt enttäuscht", sagte ein Analyst. Auch Deutsche Bank verloren 1,08 % auf 61,65 Euro. Dagegen drehten die Papiere der Commerzbank zwischenzeitlich ins Plus. Zuletzt standen sie unverändert zum Vortagesschlusskurs bei 17,90 Euro.

Technologiewerte unter Druck

Die Technologiewerte litten unter Gewinnmitnahmen und den schwachen Vorgaben von der US-Technologiebörse NASDAQ. SAP fielen um 4,63 % auf 114,20 Euro. Infineon standen bei 17,27 Euro - ein Verlust von 5,21 %. Auch Siemens gaben 3,28 % auf 53,38 Euro nach. Epcos hielten sich etwas besser und sanken lediglich um 0,22 % auf 50,79 Euro.

Schlecht sah es auch für die Titel der Deutschen Telekom aus. Die T-Aktie gab 4,42 % auf 18,40 Euro nach. "Für ein hoch verschuldetes Unternehmen wie die Telekom wären niedrigere Zinsen gut gewesen", hieß es auf dem Parkett.

Die europäischen Börsen notierten im Minus. Der EuroSTOXX 50 fiel um 2,60 % auf 3515 Punkte. Auch die Börsen in London und Paris gaben nach. Die Vorgaben von der Wall Street waren negativ. Der Dow Jones sank um 1,34 % auf 9220 Punkte. Auch die US- Computerbörse NASDAQ verlor 2,06 % auf 1696 Zähler.

Am Rentenmarkt notierte der Bund Future 0,30 % fester bei 110,86 Punkten. Der REX gewann 0,30 % auf 115,45 Zähler, während die Umlaufrendite auf 4,33 % (Mittwoch 4,37) fiel. Am Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs des Euro auf 0,8889 (Mittwoch: 0,8917) $ fest. Der $ kostete damit 2,2003 (2,1934) DM.

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