T-Aktien fallen
Dax schließt schwächer

Im Schatten des Terminmarkts haben die deutschen Standardwerte am Mittwoch schwächer geschlossen. Der Dax verlor 1,1 % oder 54,95 auf 4 984,69 Punkte.

vwd FRANKFURT. Händler meinten, der Markt sei vor allem vom Terminmarkt beherrscht worden. An diesen haben habe der sogenannte dreifache Hexensabbat seine Schatten geworfen. Am Freitag verfallen dort Futures auf den Dax, Optionen auf den Dax und Optionen auf Einzelaktien.

Zum letzten großen Verfallstermin Ende September lag der Dax auf dem Tiefststand von 3 539 Punkten. Und wer da offene Positionen zur Absicherung aufgebaut habe, sei an niedrigeren Kursen interessiert, heißt es. Die meisten offenen Positionen gebe es zum Basispreis von 5 000 Punkten, deshalb sei das Interesse sehr groß, den Dax unter diese Marke zu drücken.

Daneben sahen Händler kleine Gewinnmitnahmen, nachdem die Kurse in dieser Woche zunächst deutlich gestiegen waren. Verkäufe gab es vor allem bei Technologiewerten nach den schwachen Ausblicken von Halbleiter-Unternehmen. "Die Nachrichten von Micron und Motorola haben die Stimmung eingetrübt", so ein Beobachter. Viele Kursbewegungen bei Einzelwerten seien aber ohne große Umsätze zu Stande gekommen und damit möglicherweise nicht nachhaltig. Denn viele Anleger hätten die Bücher bereits geschlossen, andere machten nur noch das Nötigste, hieß es.

Im Einzelnen verloren Deutsche Telekom 1,9 % auf 19,02 Euro, nachdem der Konzern das Immobilienvermögen noch einmal nach unten wertberichtigt hat. SAP gaben 1,3 % auf 147,70 Euro ab, Infineon 3,2 % auf 23,40 Euro und Epcos 2,9 % auf 56,00 Euro. Die Gewinnwarnung von Motorola drückte Händlern zufolge besonders bei Epcos und Infineon auf die Stimmung. Siemens verloren 1,2 % auf 70,42 Euro.

Stärk im Minus lagen Degussa und MAN, wobei Händler hier aber auf dünne Umsätze verwiesen. In der zweiten Reihe habe bereits das so genannte Window-Dressing eingesetzt, meinten Marktteilnehmer. Darunter verstehen Händler Käufe bei solchen Titeln, die das Jahr über gut abgeschnitten haben, und die die Fonds deshalb zum Jahresende im Bestand ausweisen möchten. Im Gegenzug werden die Verlierer des Jahres - wenn möglich - aus den Depots entfernt.

So stiegen Krones um 4,3 % auf 50,10 Euro und überschritten seit vielen Jahren erstmals wieder die Marke von 50 Euro. Dagegen fielen Deutz um weitere 2,8 %. Stark im Minus lagen ProSiebenSAT1, die um zehn Prozent auf 5,40 Euro fielen. Auch hier standen laut Händlern Fonds auf der Verkäuferseite. Ähnlich stark nach unten ging es mit Heidelberger Druck, allerdings zerrannen hier lediglich die starken Gewinne, die am Mittwoch im späten Geschäft bei dünnen Umsätzen erzielt worden waren.

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