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T-Commerce im Walled Garden

E-Commerce, M-Commerce, und weil es so schön klingt: T- Commerce. Produkte über das Fernsehen zu verkaufen, ist ja eigentlich nichts Neues. Trotzdem soll T-Commerce die Erfolgsformel für das Fernsehen der Zukunft sein und verspricht bis zum Jahr 2005 8,2 Mrd. DM Umsatz - immerhin.

E-Commerce, M-Commerce, und weil es so schön klingt: T- Commerce. Produkte über das Fernsehen zu verkaufen, ist ja eigentlich nichts Neues. Von TV-Kaufhäusern als "neue Form des Einkaufs" gepriesen, von einigen Kunden wegen der Bequemlichkeit geschätzt - mit Chipstüte und Bierdose ausgestattet kann der Coach-Potato gemütlich vor dem Fernseher bestellen -, von berüchtigten Comedy-Shows mittlerweile zahlreich und pointiert durch den Kakao gezogen: Verkaufssendungen wie zum Beispiel "Haushaltshelfer Aquaclean" oder "Edelsteine in Weißgold" und "Rund ums Haus" des Düsseldorfer Verkaufssenders QVC faszinieren die einen und stimulieren die anderen zum schnellen Zappen. Eine langweilige CD-Sammlung, blinkender Strassschmuck oder das "ultimative" Messerset mögen Manchen begeistern und zum spontanen Kaufen anregen, Anderen wiederum entlockt das Angebot bisher nur ein müdes Lächeln und führt lediglich zum Training der Daumenmuskulatur.

Wenn auch kaum neu, so ist das Konzept T-Commerce als Erfolgsformel für das Fernsehen respektive den Werbemarkt der Zukunft wenig abwegig: Laut einer Studie der Goldhammer Medienberatung werde T-Commerce vor allem mit der Einführung interaktiver digitaler Dienste (iDTV) kontinuierlich wachsende Einnahmen generieren. Das Marktvolumen allein in Deutschland soll nämlich bis zum Jahr 2005 bei rund 8,2 Mrd. DM liegen. Der Handel erwartet zwar für das Jahr 2001 mit E-Commerce rund 10 Mrd. DM und bis zum Jahr 2010 sogar zwischen 50 und 100 Mrd. DM Umsatz zu erzielen. Dennoch, auch die prognostizierten 8,2 Mrd. DM durch den T-Commerce können sich sehen lassen.

T-Commerce bietet die Chance, mit interaktiven TV-Inhalten und-Diensten neue Erlöspotenziale zu erschließen, während die klassischen TV-Werbeeinnahmen stagnieren. Was beim T-Commerce über den Fernseher als Distributions- und Vermarktungsmedium realisiert wird, ist nämlich nicht nur Teleshopping nach alt bekannter Manier, sondern auch Pay-TV-Abonnements, Interactive Pay-per-View, Video-on-Demand, 0190er-Service-Nummern, Merchandising und Walled-Garden-Angebote (Darunter versteht man internetähnliche Plattformen, auf denen eine begrenzte Anzahl von Anbietern Content, Home Shopping und Banking, Music- und Games-on-Demand usw. vermarkten.) und Provisionen aus vermittelten Verkäufen.

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