T-Online bleibt in Verlustzone
Telekom steigert Vorsteuerergebnis

Die Deutsche Telekom zeigt mit ihren Quartalszahlen, dass sie auf einem guten Weg ist, profitabler zu werden. Das rein operative Ergebnis ohne Sondereffekte legte zu. Die Telekom erfüllte die Erwartungen der Analysten.

slo/tnt DÜSSELDORF/DARMSTADT. Die Deutsche Telekom AG, Bonn, will im laufenden Jahr deutlich profitabler werden und hat das mit den endgültigen Zahlen für das erste Quartal unterstrichen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen (Ebitda) und bereinigt um Sondereinflüsse lag mit 3,6 Mrd. Euro um 6,6 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums und 17 % über dem des vierten Quartals 2000, teilte die Telekom am Mittwoch in Bonn mit. Einschließlich der Sondereffekte fiel das Ebitda allerdings um ein Drittel niedriger aus als im Vorjahresquartal.

Die Telekom macht die Ergebnisse im rein operativen Geschäft - ohne Aufwendungen für neu erworbenen Unternehmen und die UMTS-Mobilfunklizenzen - und damit das Ebitda zum Maßstab für ihren Erfolg. Sie will das Ebitda von 12 Mrd. Euro in 2000 um 2 Mrd. Euro steigern. Mit den Quartalszahlen gibt sie zum ersten Mal eine Übersicht für die vier einzelnen Säulen des Konzerns. "Durch die neue Berichterstattung wird das Zahlenwerk zwar auf Dauer transparenter", sagt Frank Rothauge, Analyst bei Sal. Oppenheim, "doch am Anfang macht die Umstellung den Vergleich schwieriger."

Insgesamt legte der Umsatz um 16 % auf 11,1 Mrd. Euro zu. Das Defizit lag bei 358 Mill. Euro und damit niedriger als erwartet. Im vierten Quartal des Vorjahres war der Konzern noch mit 975 Mill. Euro in die roten Zahlen gerutscht. Die Börse honorierte die Ergebnisse, die die Erwartungen der Analysten bestätigten, zwischenzeitlich mit einem leichten Kursanstieg.

Auf Ebitda-Basis konnten vor allem die Festnetzsparte T-Com und das Mobilfunkgeschäft T-Mobile gegenüber dem Vorjahresquartal klar zulegen. Im Mobilfunk erwarten Analysten noch eine weitere Steigerung. Sie prognostizieren, dass die Ebitda-Marge von heute 22 % auf mehr als 30 % steigen wird - vor allem auf Grund der geringeren Subventionen, die T-Mobile in diesem Jahr für neue Kunden ausgibt. Die Marge werde erst sinken, wenn der US-Mobilfunkanbieter Voicestream konsolidiert werde. Die Voicestream-Übernahme soll am 31. Mai abgeschlossen werden.

Der operative Gewinn der Sparte T-Systems, zu der die Debis Systemhaus sowie der Großteil der Datenkommunikation gehört, ist dagegen gesunken. Die Internet-Tochter T-Online International AG steckt weiterhin in den roten Zahlen. T-Online hat im ersten Quartal vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen einen Verlust von 66,4 Mill. Euro eingefahren. Die Flatrate für den pauschalen Internetzugang sowie das Engagement im Ausland - wo zwei Drittel der Verluste entstanden sind - haben das Ergebnis der ersten drei Monate im Geschäftsjahr 2001 belastet.Daran wird sich nach Einschätzung der Investmentbank Merrill Lynch vorerst nichts ändern. "Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem Verlust von 242,5 Mill. Euro", sagt Analyst Peter Bradshaw. Einen Rückgang musste T-Online vor allem bei dem ohnehin schwachen Geschäftsbereich Werbung und E-Commerce hinnehmen.

Die Aktien des am Neuen Markt notierten Internetanbieters verloren um über 3 %. Analysten halten die T-Online-Papiere im Vergleich zu den Papieren der Konkurrenten Wanadoo und Tiscali für zu hoch bewertet.

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