T-Online verliert nach UBS-Empfehlung
Am Neuen Markt herrscht Nervosität

Nach schwacher Eröffnungstendenz stiegen die Wachstumswerte leicht. Händlern zufolge halten sich die Investoren deutlich zurück.

dpa-afx FRANKFURT. In einer typischen Freitagssitzung haben sich die deutschen Wachstumswerte nach einer schwachen Eröffnungstendenz im mittäglichen Handel vorsichtig nach oben gearbeitet. Marktteilnehmern zufolge ist das Geschäft aber von großer Nervosität geprägt gewesen. Zusätzlich hielten sich die Investoren angesichts unterschiedlicher Unsicherheitsfaktoren zurück.

Bis 13.30 Uhr verlor der NEMAX-All-Share (Performance-Index) 0,13 % auf 5 483,75 Punkte. Im bisherigen Handelsverlauf schwankte das Barometer für die Entwicklung des Gesamtmarkts zwischen 5 484 und 5 430 Punkten. Der Index der Indexschwergewichte NEMAX 50 lag mit minus 0,18 % bei 6 001,06 Zählern.

Wie Jürgen Hufnagel, Händler bei M.M. Warburg in Hamburg, sagte, sind die Anleger spürbar nervös. Als Grund sieht er verschiedene Unsicherheitsfaktoren, wie die weitere Ölpreisentwicklung, die anstehenden Konjunkturzahlen am Nachmittag in den USA und die aktuell wackelige Verfassung der Weltaktienmärkte. Beispielsweise habe der Dax am Morgen die sehr wichtige Marke von 7 000 Punkten getestet, die weitere Entwicklung der Nasdaq stehe ebenfalls in den Sternen. Somit überwiege vor dem Wochenende der Abgabedruck,erklärte Hufnagel.

Einen zusätzlicher Faktor sieht der Hamburger Händler in dem großen Verfallstag an den internationalen Terminmärkten, der oftmals mit einer erhöhten Volatilität einhergehe. Am Neuen Markt spiele dieser Effekt allerdings eher eine indirekte und untergeordnete Rolle. Der NEMAX-Future erlebe seinen ersten Verfallstermin, der aber wegen der noch geringen Volumina in dem Kontrakt nur geringen Einfluss nehmen sollte.

Infomatec: Erst Kauf, dann Ernüchterung

Infomatec waren das Hautptgesprächsthema am Neuen Markt. Nachdem das Unternehmen am Vorabend einen zweiten Kursbetreuer vorweisen konnte, hätten viele Spekulanten um jeden Preis die Aktien gekauft, sagte Jürgen Hufnagel. Die Anteile der Augsburger sprangen bis auf 7,23 Euro nach oben. Anschließend sei Ernüchterung eingetreten. Meldungen drangen an den Markt, dass die Liquidität des Unternehmens nur noch bis zum Jahresende ausreichen könnte. Infomatec wurden zuletzt mit plus 11,95% bei 5,90 Euro gehandelt.

Der Handel mit Metabox-Aktien sei ebenfalls von auffällig hoher Nervosität geprägt, bemerkte Hufnagel. Der Vorstand habe am Vorabend im Fernsehen nur bedingt Sorgen über eine mangelnde Nachhaltigkeit der gemeldeten Großaufträge ausräumen können. Die Aktien sackten im frühen Geschäft bis auf 18,75 Euro ab, lagen aber zuletzt wieder mit 6,54% im Plus bei 22,15 Euro.

T-Online gehörten hingegen zu den Verlierern am Freitag: die Aktien gaben bis 14.00 Uhr 5,54% auf 28,81 Euro nach. Gerüchte über eine Verkaufsempfehlung von UBS Warburg mit einem Kursziel von 18 Euro belasteten.

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