Tabakkonzern will in Berufung gehen
Bankgesellschaft Berlin empfiehlt Philip Morris zum Kauf

dpa-afx BERLIN. Trotz des Schadensersatz-Urteils in dreistelliger Milliardenhöhe gegen die fünf größten US-Tabakkonzerne hat die Bankgesellschaft Berlin die Philip-Morris-Aktie erneut zum Kauf empfohlen. In einer am Montag veröffentlichten Studie kommt die Bank zu dem Schluss, dass die von den Beklagten angekündigte Berufung gute Aussichten auf Erfolg hat. Außerdem seien Philip Morris derzeit extrem niedrig bewertet. Der ungünstige Ausgang des Verfahrens in der ersten Instanz sei von der vergangenen Kursentwicklung schon vorweggenommen worden.

Ein Gericht im US-Bundesstaat Florida hatte Philip Morris und vier weitere Tabakkonzerne in der vergangenen Woche zur Zahlung von insgesamt 145 Mrd. $ verurteilt. Nach Darstellung der Bank müßte Philip Morris davon 73,96 Mrd. aufbringen. Allerdings würden vor Abschluss des Berufungsverfahrens keine Strafzahlungen fällig. Die fünf Unternehmen müßten lediglich eine Kaution in Höhe von 100 Mill. $ hinterlegen. Daher ist die unmittelbare finanzielle Gefahr für Philip Morris gering. Die Bankgesellschaft Berlin geht auch davon aus, dass die Philip-Morris-Aktie langfristig von Spekulationen über eine Abspaltung der Nahrungsmittelbereiche profitieren werde.

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