Tabakkonzern zeigt Unverständnis
Philip Morris will sich vehement gegen EU-Klage wehren

dpa-afx BRÜSSEL. Der US-Tabak-Konzern Philip Morris will sich "vehement" gegen die EU-Klage wegen mutmaßlicher Beteiligung an Zigarettenschmuggel zur Wehr setzen. Es sei unverständlich, weswegen Brüssel den Weg über ein US-Gericht gewählt habe, statt eine Lösung innerhalb des EU-Rahmens zu suchen, hieß es in einer am Montag in Brüssel veröffentlichten Stellungnahme des Konzerns. Zu den Vorwürfen selbst nahm Philip Morris nicht Stellung. Dem Unternehmen sei der Inhalt der am Freitag bei einem Zivilgericht im US-Bundesstaat New York eingereichten Klage noch nicht bekannt. Philip Morris "bedauerte" den Schritt der EU und bot den Unions-Behörden zugleich Zusammenarbeit im Kampf gegen Schmuggel an.

Die EU hatte zuvor die Klage auf Schadensersatz und Unterlassung gegen den Weltmarktführer Philip Morris ("Marlboro") und den Reynolds-Konzern ("Camel") bekannt gegeben. Haushaltskommissarin Michaele Schreyer (Grüne) wirft den beiden Konzernen "Beteiligung am Zigarettenschmuggel in der EU" vor. Über die Höhe der Schadenersatzforderungen machte die Kommission zunächst keine Angaben. Durch den Schmuggel entgehen der EU nach eigenen Schätzungen pro Jahr insgesamt Einnahmen in Höhe von zwei Mrd. Euro (3,9 Mrd. DM).

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