Täglich 200 000 Euro Verlust
Deutsche-BA-Mitarbeiter sollen auf Gehalt verzichten

Der neue Eigentümer der defizitären Fluglinie Deutsche BA, Hans Rudolf Wöhrl, fordert einem Zeitungsbericht zufolge von seinen Mitarbeitern einen Gehaltsverzicht von 20 Prozent.

Reuters FRANKFURT. Während das Bodenpersonal diesem Gehaltsverzicht überwiegend zustimmen will, lehnt es die Gewerkschaft der Piloten Vereinigung Cockpit (VC) ab. Die Deutsche BA schreibe derzeit täglich Verluste von 200 000 Euro, berichtete die Zeitung "Der Tagesspiegel" (Dienstagausgabe) am Montag vorab unter Berufung auf ein ihr vorliegendes internes Papier der Fluglinie. Ein Sprecher habe die Zahl offiziell nicht bestätigen wollen. Unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtete das Blatt, dass der operative Verlust der Deutschen BA im abgelaufenen Geschäftsjahr (zum 31. März) bei über 60 Millionen Euro gelegen habe.

Um den dauerhaften Fortbestand der Deutschen BA zu sichern, müsse es Produktivitätsverbesserungen von 30 Prozent geben, zitierte das Blatt aus dem internen Papier. Wöhrl fordere deshalb von seinen Mitarbeitern einen Gehaltsverzicht von 20 Prozent. "Das Gros der Mannschaft wird sich mit dem Gehaltsverzicht einverstanden erklären", sagte Udo Aschenbrenner, der für das rund 300 Mitarbeiter zählende Bodenpersonal zuständige Gesamtbetriebsratsvorsitzende, der Zeitung. Thorsten Gommert, Verhandlungsführer bei VC, sagte hingegen: "Das Angebot ist rechtlich unzulässig." Der Tarifvertrag mit den Piloten laufe noch über ein Jahr. Die VC sei aber verhandlungsbereit und werde mit Wöhrl in Kontakt treten.

Europas größte Fluggesellschaft British Airways hat in diesem Monat die Deutsche BA zum symbolischen Preis von einem Euro an die Intro Verwaltungsgesellschaft des fränkischen Unternehmers Wöhrl verkauft. Die in München ansässige Billigfluglinie hat nach Unternehmensangaben im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 26 Millionen Euro eingespart und angekündigt, im laufenden Jahr die Kosten noch stärker zu drücken.

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