Taekwondo Olympia
Fidel Castro steht Übeltäter Matos zur Seite

Kubas Ex-Staatspräsident Fidel Castro hat Taekwondoka Angel Matos nach seinem Ausraster bei den Olympischen Spiele verteidigt und "volle Solidarität" mit dem Sportler gefordert.

Nach dem Skandal durch den früheren Olympiasieger Angel Valodia Matos bei den Taekwondo-Wettbewerben der Spiele in Peking hat dessen früherer kubanischer Staatspräsident Fidel Castro für einen verbalen Fehltritt gesorgt. "Nichts kann mich dazu bringen, gegen diese Mafia zu schweigen", sagte der 82-Jährige, der sich seit zwei Jahren wegen einer Krankheit nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt hatte.

Castro forderte "volle Solidarität" mit dem Sportler. Matos war im Bronze-Kampf am Samstag gegen den Kasachen Arman Tschilamnow ausgerastet und hatte dem schwedischen Schiedsrichter Chakir Chelbat einen Fußtritt an den Kopf versetzt. Der Unparteiische erlitt eine Platzwunde an der Unterlippe.

Der Skandinavier hatte Matos zuvor disqualifiziert, weil der Taekwondoka seine Verletzungsauszeit überzogen hatte. Der Kubaner lag zu dem Zeitpunkt 3:2 in Führung. Matos, der nur mit Mühe von Offiziellen und Trainern beruhigt werden konnte, wurde anschließend vom Taekwondo-Weltverband lebenslänglich von allen Wettbewerben ausgeschlossen, zudem wurden seine bisherigen Ergebnisse gelöscht.

© SID

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