Täter fehlten nur noch sieben Stunden zurm Erreichen der Volljährigkeit
Eltern wegen „schlechter Erziehung“ verurteilt

Ein spanisches Gericht hat die Eltern eines jugendlichen Gewalttäters wegen "schlechter Erziehung" zur Rechenschaft gezogen. Die Eltern müssen den Angehörigen eines jungen Mannes, den der Sohn erschlagen hatte, Schadensersatz von 90 000 Euro zahlen.

HB/dpa BARCELONA. Das Gericht in Barcelona begründete sein Urteil nach Presseberichten vom Sonntag damit, dass die Eltern vom aggressiven Charakter des Sohnes gewusst, diesen aber ignoriert hätten.

Der Gewalttäter hatte vor zwei Jahren zusammen mit sechs Komplizen im ehemaligen Olympischen Dorf ohne jedes Motiv einen 22-Jährigen getötet und dessen Begleiter schwer verletzt. Die Komplizen waren zu Strafen zwischen 11 und 32 Jahren Haft verurteilt worden. Der Jugendliche, der als einer der Haupttäter gegolten hatte, kam mit acht Jahren Jugendarrest davon. Ihm hatten zur Tatzeit sieben Stunden zum Erreichen der Volljährigkeit gefehlt.

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