Täter hatten Bomben am Körper
Zehn Tote bei Überfall auf Hindutempel

Bei einem Überfall mutmaßlicher islamischer Extremisten auf einen Hindutempel in Kaschmir sind am Samstag mindestens zehn Menschen getötet worden. Weitere 20 Menschen wurden nach indischen Polizeiangaben verletzt.

wiwo/ap/dpa JAMMU. Zwei Angreifer seien vor dem Tempel in einem belebten Einkaufsviertel in Jammu aus einem Lieferwagen gestürmt und hätten mehrere Granaten gezündet. Einer der beiden habe sich in dem Tempel eine Schießerei mit Sicherheitskräften geliefert. Er sei später tot aufgefunden worden. Der andere Angreifer sei getötet worden, bevor er den Tempel betreten konnte. An den Körpern der getöteten Extremisten wurden Bomben gefunden, mit denen sie sich offenbar in die Luft sprengen wollten. Nach dem Fahrer des Lieferwagens wurde gefahndet. Neben den beiden Attentätern kamen den Angaben zufolge vier Polizisten und vier Zivilpersonen ums Leben. Jammu ist die Winterhauptstadt des indischen Unionsstaats Jammu-Kaschmir.

Mehr als ein Dutzend radikale Organisationen kämpfen seit 1989 für die Unabhängigkeit Kaschmirs oder seine Vereinigung mit Pakistan. Seitdem wurden in dem Konflikt mindestens 30.000 Menschen getötet. Indien wirft der Regierung im Nachbarland vor, die muslimischen Extremisten mit Waffen zu versorgen, was Pakistan zurückweist. Indien und Pakistan führten wegen des geteilten Himalaja-Landes zwei von drei Kriegen seit ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien 1947.

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