Täter weiter auf der Flucht
Bei Geldtransporter-Überfall Euro in Millionenhöhe erbeutet

Bei dem Überfall auf einen Geldtransporter in Hessen sind entgegen ersten Meldungen doch Euro-Banknoten in Millionenhöhe erbeutet worden.

afp/dpa GIESSEN. Wie die Polizei Gießen mitteilte, wurden nach Angaben der geschädigten Firma etwa 1,2 Mill. ? (2,35 Mill. DM) und mindestens 300 000 DM gestohlen. Nach dem Überfall am Donnerstag war zunächst davon die Rede, dass die Täter mit fünf bis sechs Mill. DM geflohen seien und die Euro-Schiene liegen gelassen hätten. Die Polizei durchsuchte am Freitag zudem die Wohnung des 35-jährigen Fahrers des Geldtransporters, der für die Tat verantwortlich sein soll.

Keine zusätzliche Gefahr für Sicherheit

Das Bundeskriminalamt (BKA) sieht keine zusätzliche Gefahr, dass nun bereits zum Euro-Start Falschgeld auf den Markt kommen könnte. Auch die Sicherheit der neuen Euro-Banknoten sei nicht gefährdet. Unklar sei, ob die Täter über Kontakte zu hochkarätigen Geldfälschern verfügten, Sagte BKA-Sprecher Dirk Büchner. Die Scheine seien aber mit den verschiedenen Sicherheitsmerkmalen so gut geschützt, dass Fälschungen nur sehr schwer herzustellen seien. Büchner verwies auf die umfangreiche Informationskampagne der Europäischen Zentralbank, die gerade erst angelaufen sei.

Im ZDF äußerten Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) und Manfred Weber vom Bundesverband Deutscher Banken Vertrauen in das Logistik- Konzept zur Auslieferung des neuen Bargelds. Auch angesichts des ersten Raubüberfalls könne man das Konzept nicht ändern, da dies zum Chaos führen würde, meinte Weber.

Die Millionenräuber sind weiter auf der Flucht. Man habe die beiden Türken, von denen einer als 35-Jähriger aus Neu-Isenburg identifiziert ist, noch nicht gefasst, erklärte die hessische Polizei.

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