Tagessieg für Loeb vor Weltmeister Burns
Rallye-WM in Deutschland: Schwarz hät Anschluss

Der erste Akt der deutschen Rallye-WM-Premiere wurde zu einem gelungenen Auftritt des französischen Automobilkonzerns PSA. Citroen-Pilot Sébastien Loeb aus Frankreich und sein Beifahrer Daniel Elena (Monaco) sicherten sich am Freitag im Strecken-Labyrinth der Mosel-Weinberge bei Trier den Tagessieg.

HB TRIER. Nach sieben gewerteten Prüfungen verwies Loeb den britischen Weltmeister Richard Burns und seinen Landsmann Robert Reid im Peugeot 206 um 27 Sekunden auf Rang zwei. Die französischen Vorjahressieger Philippe Bugalski/Jean-Paul Chiaroni fuhren im zweiten Citroen Xsara mit 49 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz.

Die Deutschen Armin Schwarz/Manfred Hiemer (Oberreichenbach/ München) nutzten ihren Heimvorteil und Streckenkenntnisse zwar nach besten Möglichkeiten, wurden aber durch kleinere technische Mängel gebremst. Platz sieben mit 1:29,6 Minuten Rückstand war die Notierung für die beiden Hyundai-Piloten am Ende des ersten Tages. "Wir wären bestimmt schneller gewesen, doch wir hatten einige kleinere Probleme, die eine Platzverbesserung verhindert haben", erklärte Schwarz.

Probleme am werksunterstützen Ford Focus machten bei Europameister Armin Kremer (Friedrichsruhe) und Dieter Schneppenheim (Alpen) den Heimvorteil beim ersten WM-Lauf im eigenen Land fast zunichte. Beide erreichten den 16. Platz (Rückstand: 3:04,1 Minuten). "Am Morgen haben uns abbauende Reifen Zeit gekostet", meinte Kremer, der 1996 die Rallye gewonnen hatte. Bereits am Morgen war der erste offizielle Einsatz im Werks-Skoda Octavia für den vierfachen deutschen Meister Matthias Kahle (Görlitz) und seinen Stuttgarter Beifahrer Peter Göbel beendet. Wegen einer gebrochenen Motoraufhängung schieden sie bereits auf der dritten Prüfung aus.

Loeb übernahm auf der dritten Prüfung die Führung vom finnischen WM-Spitzenreiter Marcus Grönholm, der wegen eines Hydraulikproblems am Peugeot 206 auf Rang sechs zurückfiel. "Als ich endlich auf diesen extrem kurvenreichen Pisten meinen Rhythmus fand, sah ich auch eine Chance, nach vorne zu fahren", sagte Loeb. Der deutsche WM-Einstand lockte fast unüberschaubare Zuschauermassen aus ganz Europa in die Moselregion. Wegen des großen Andrangs musste eine Prüfung unterbrochen, eine aus Sicherheitsgründen sogar ganz abgesagt werden.

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