Taktik noch offen
DFB-Elf vor Schicksalsspiel

Die Entscheidung rückt immer näher. Vor dem ihrem letzten Gruppenspiel übt sich die deutsche Nationalmannschaft in Optimismus. Die Personalplanungen laufen beim Teamchef auf Hochtouren, schließlich gilt es den ersten und wichtigsten Sieg des Turniers einzufahren.

LISSABON. "Wir haben das Endspiel, von dem wir alle geträumt haben", verkündete Rudi Völler vor dem Vorrunden-Finale am Mittwoch (20.45 Uhr) gegen die bereits als Gruppensieger feststehenden Tschechen, die in Lissabon ihre Stars schonen und nur mit einer B-Elf auflaufen wollen. Dass die bislang noch sieglose deutsche Mannschaft den Matchball für das EM-Minimalziel auslassen und damit von ganz Fußball-Europa ausgelacht werden könnte, war für Völler vor dem Anpfiff im Stadion Jose Avalade kein Thema: "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir es schaffen werden."

Mit einem Sieg hätte die DFB-Auswahl das Ticket für das Viertelfinale am Samstag in Faro - nur 20 Kilometer vom eigenen EM- Quartier entfernt - gegen den Sieger der Gruppe C sicher. Bereits ein Unentschieden und im Extremfall sogar eine Niederlage würde zum Weiterkommen reichen, wenn die Gruppen-Rivalen Lettland und Niederlande mit einem Remis auseinander gehen. Doch darauf will sich das DFB-Team nicht verlassen, wie Kapitän Oliver Kahn betonte: "Da wird es einen Sieger geben", prophezeite der Kapitän.

Hochgradig genervt reagierten der Torhüter, seine Teamkollegen und auch Völler auf die Ankündigung der Tschechen, eine auf bis zu acht Positionen veränderte Mannschaft ohne Asse wie Pavel Nedved und Jan Koller aufbieten zu wollen. "Das Gerede von der B-Elf kann man komplett eintüten", meinte Kahn schroff. Auch Völler wollte die totale Rotation beim Kontrahenten nicht als Beleg für einen Qualitätsverlust werten. "Bei uns wird keiner glauben, dass eine tschechische Mannschaft aufläuft, die nur einen Millimeter weniger laufen wird als die bisherige", sagte der Teamchef: "Die, die jetzt zum Einsatz kommen, werden es ihrem Trainer und ihrem Land zeigen wollen, dass sie die Chance verdient haben." Allenfalls Europas Fußballer des Jahres Nedved sei "nicht adäquat zu ersetzen".

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