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Talfahrt setzt sich auch an der Londoner Börse fort

Die Talfahrt am britischen Aktienmarkt hat sich im Vormittagshandel am Dienstag wegen negativer Vorgaben aus New York und Tokio fortgesetzt.

dpa/afx LONDON. Nachdem der Londoner Leitindex FTSE 100 am Montag auf seinem niedrigsten Niveau seit 25 Monaten aus dem Handel ging, büßte er in London bis 11.10 Uhr noch einmal 1,21% auf 5 756,0 Punkte ein.

Die Entwicklung der Börsen in New York und Tokio habe die Fortsetzung der Abwärtstendenz an der britischen Leitbörse vorgegeben, sagten Händler.

Die US-Technologiebörse NASDAQ schloss am Vorabend erstmals seit Dezember 1998 unter der Marke von 2 000 Punkten, während der Nikkei 225 die Dienstagssitzung zum ersten Mal seit dem 7. Februar 1985 unter der Marke von 12 000 Punkten beendete.

Erst die Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze im Februar könne am Nachmittag für einen Trendwechsel sorgen, sagten die Marktteilnehmer. Entweder würden die Zahlen für eine weitere Zinssenkung, oder für eine Verbesserung der überseeischen Konjunktur sprechen, hieß es.



Technologiewerte unter Druck

Unter Druck standen wegen der Entwicklung an der NASDAQ erneut die Technologie- und Telekommunikationswerte. Nach Einbrüchen am Vortag verbilligten sich ARM Holdings erneut um 0,33% auf 301 Pence und Marconi um 2,80% auf 434 Pence. Logica fielen um 4,36% auf 1.338 Pence und Sage Group um 3,71% auf 285,75 Pence. Vodafone sanken um 0,25% auf 196,50 Pence und British Telecom (BT) um 0,37% auf 531,5 Pence. Colt Telecom verloren 3,42% auf 1.101 Pence und Energis 2,50% auf 409,5 Pence.

Im Mediensektor fügten Pearson den Verlusten vom Montag ein weiteres Minus von 1,28% auf 1 392 Pence hinzu. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Daily Telegraph" will der Konzern seine Ausgaben für den Internet-Auftritt "FT.com" halbieren.

Reuters gaben 1,62 % auf 971 Pence ab. Die Titel litten nach Einschätzung von Händlern unter den deutlichen Kursabschlägen, die die an der NASDAQ gelistete Software-Tochter Tibco (-13,90 %) über Nacht verbuchte.

Auch unter den Industriewerten fanden sich Verlierer. Insbesondere der Ölsektor litt laut Händlern unter Unsicherheiten mit Blick auf die künftige Strategie der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC).

Shell gaben 1,91 % auf 566 Pence nach. Das US-Unternehmen Barrett Resources gab zuvor bekannt, das Übernahmeangebot in Höhe von 1,8 Mrd. USD durch den britisch-niederländischen Konzern prüfen zu wollen. BP Amoco fielen um 2,04 % auf 577 Pence.

Positiv verlief der Börsenvormittag für United Utilities. Das Unternehmen erhöhte am Morgen sein Kosten-Einsparungsziel für den am 31. März 2005 endenden Fünf-Jahres-Zeitraum auf 450 Mill. GBP. Bisher waren Einsparungen von 400 Mill. GBP angepeilt worden. United Utilities kletterten um 0,60 % a uf 588,5 Pence.

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