Taliban-Agentur meldet Tod von zehn Zivilisten
Nordallianz setzt Vorstoß auf Masar-i-Scharif fort

Die afghanischen Oppositionstruppen haben ihren Vorstoß auf die strategisch wichtige Stadt Masar-i-Scharif nach eigenen Worten fortgesetzt. Die Kämpfer der Nordallianz seien in den bisher von den Taliban kontrollierten Distrikt Scholgera vorgedrungen, sagte ein Sprecher von Nordallianz-Kommandeur Atta Mohammed am Mittwoch.

afp KABUL. Die Truppen hofften, die Stadt im Norden des Landes so bald wie möglich einzunehmen. Scholgera liegt etwa 60 Kilometer südwestlich von Masar-i-Scharif und grenzt an Keschendeh an, einen der drei Distrikte, die die Nordallianz am Dienstag eingenommen hatte.

Die Taliban kündigten eine Gegenoffensive an, um die am Dienstag verlorenen Distrikte zurückzuerobern. Die Taliban-Nachrichtenagentur Bachtar berichtete von erneuten US-Bombenangriffen auf Masar-i-Scharif. Die Stadt sei während der Nacht und am Morgen angegriffen worden, sagte Bachtar-Chef Abdul Henan Hemat. Bei Bombenangriffen auf die Dörfer Sorchrod und Afsaran im Osten Afghanistan seien in der Nacht zudem zehn Menschen getötet und mindestens 22 weitere verletzt worden. Den Taliban zufolge wurden seit Beginn der Angriffe vor einem Monat bereits mehr als 1500 Zivilisten getötet. Das US-Verteidigungsministerium weist dies als reine Propaganda zurück.

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