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Taliban bekennen sich zu Anschlag auf Deutsche in Kundus

Bei einem Bombenanschlag auf eine Patrouille der Bundeswehr im nordafghanischen Kundus sind drei deutsche Soldaten leicht verletzt worden. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich am Sonntag zu der Tat und kündigten neue Anschläge ausdrücklich gegen die Bundeswehr an.

dpa KABUL. Bei einem Bombenanschlag auf eine Patrouille der Bundeswehr im nordafghanischen Kundus sind drei deutsche Soldaten leicht verletzt worden. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich am Sonntag zu der Tat und kündigten neue Anschläge ausdrücklich gegen die Bundeswehr an.

"Deutsche Soldaten unterstützen derzeit die US- Politik in Afghanistan, deswegen sind wir entschlossen, unsere Angriffe gegen sie fortzusetzen", sagte Taliban-Sprecher Abdul Latif Hakimi der dpa in Kabul. Der Anschlag vom Freitagabend war der zweite gegen die Bundeswehr in Kundus innerhalb von zwei Monaten.

Während einer Routine-Patrouille südlich der Stadt Kundus war nach Angaben der Internationalen Schutztruppe Isaf neben einem der beiden Fahrzeuge ein Sprengsatz ferngezündet worden. Die drei verletzten Soldaten hätten nach der Explosion unter Hörschwierigkeiten gelitten, sagte ein Isaf-Sprecher. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam sagte, die Verletzten seien zur Behandlung sofort in das Rettungszentrum der Bundeswehr in Kundus gebracht worden. Am Anschlagsort sei ein Schreiben gefunden worden. "Dieses lässt jedoch nicht eindeutig den Rückschluss zu, dass Isaf oder das deutsche Kontingent ein spezifisches Ziel waren." Die Soldaten waren nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Afghanistan mit zivilen Allrad- Fahrzeugen unterwegs.

Die Bundeswehr habe ihre Patrouillenfahrten in Kundus inzwischen wieder aufgenommen, sagte der Sprecher. An der grundsätzlichen Einschätzung, dass die Sicherheitslage in der Region "relativ stabil" sei, habe sich durch den Anschlag nichts geändert. Ende September waren bei einem Raketenangriff auf das Bundeswehr-Camp in Kundus ein deutscher Soldat schwer und je zwei deutsche und zwei Schweizer Soldaten leicht verletzt worden. Zu dem Angriff hatten sich die Taliban bekannt, ihre Urheberschaft war aber angezweifelt worden. In Kundus sind knapp 270 Bundeswehr-Soldaten stationiert.

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