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Taliban: Diplomaten besuchen erstmals inhaftierte Ausländer

Die acht in Afghanistan festgehaltenen ausländischen Mitarbeiter der Hilfsorganisation Shelter Now haben erstmals Aussicht auf konsularische Betreuung.

afp ISLAMABAD. Diplomaten würden noch am Montag Visa für einen Besuch der vier Deutschen, zwei Australier und zwei US-Bürger erhalten, bekräftigte ein Sprecher der Taliban-Vertretung in der pakistanischen Haupstadt Islamabad am Montag. Ein Vertreter des «Außenministeriums» der international nicht anerkannten Taliban-Regierung in Kabul ging davon aus, dass die Diplomaten noch am Montagnachmittag eine UN-Maschine nach Kabul besteigen könnten. Die Botschaften der drei Länder hatten sich in den vergangenen drei Wochen vergeblich um Kontakt zu den Inhaftierten bemüht.

Am Sonntag hatten erstmals Mitarbeiter des Roten Kreuzes die sechs Frauen und zwei Männer besucht. Nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin sind sie wohlauf. Die acht Ausländer waren vor drei Wochen zusammen mit 16 afghanischen Mitarbeitern von Shelter Now festgenommen worden. Ihnen wird Missionierung für das Christentum vorgeworfen. Unter den fundamentalislamischen Gesetzen der Taliban steht darauf die Todesstrafe. Für Ausländer sind aber geringere Strafen möglich.

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