Talsohle bei den Fluggästen durchschritten
Gewinneinbruch bei Flughafenbetreiber Fraport

Das schwache Frachtgeschäft sowie Probleme bei einem Terminal-Bau auf den Philippinen haben bei Fraport im Jahr 2001 zu einem Gewinneinbruch geführt.

dpa FRANKFURT. Der Jahresüberschuss sank nach vorläufigen Zahlen um 21,6 Prozent auf 101,1 Millionen Euro, wie die Fraport AG am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz stieg um 2,9 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro.

Negativen Einfluß auf das Ergebnis hatten die Terroranschläge am 11. September und der Lufthansa-Pilotenstreik. Wegen der schwachen Konjunktur sank der Fracht-Umschlag am wichtigsten europäischen Cargo-Flughafen um sechs Prozent auf rund 1,5 Millionen Tonnen.

An der Frankfurter Börse verloren die Anteilsscheine von Fraport bis zum Mittwochmittag knapp fünf Prozent auf 26,25 Euro. Das Unternehmen habe "grottenschlechte Zahlen" vorgelegt, sagte ein Händler. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Jahr 2001 betrug 235,2 Millionen Euro nach 329,9 Millionen im Vorjahr.

Belastend wirkten sich außerplanmäßige Abschreibungen beim Bau des Passagierterminals in Manila (Philippinen) in Höhe von 59,8 Millionen Euro aus. Als Grund nannte Fraport die "negative Einschätzung des künftigen Verkehrsaufkommens in der Region sowie die mittlerweile geringer eingeschätzten Duty-free-Erlöse".

Bei der Zahl der Fluggäste ist die Talsohle nach dem gravierenden Einbruch nach den Terroranschlägen vom 11. September durchschritten. Im Februar verzeichnete der größte deutsche Flughafen Frankfurt rund 3,3 Millionen Passagiere. Das waren zwar 3,2 Prozent weniger als vor einem Jahr, in den Vormonaten waren die Rückgänge jedoch viel stärker ausgefallen. 2001 verbuchte Fraport am Frankfurter Flughafen bei der Zahl der Fluggäste insgesamt ein leichtes Minus von 1,6 Prozent auf 48,6 Millionen.

Endgültige Zahlen zum Geschäftsjahr 2001 will Fraport am 23. April veröffentlichen.

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