"Talsohle durchschritten"
Heidelberger Druck verdient weniger

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2002/03 (zum 31. März) einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet.

ddp HEIDELBERG. Auch der Umsatz habe «erwartungsgemäß» unter dem Vorjahreswert gelegen, teilte das Unternehmen am Freitag in Heidelberg mit. Beim Auftragseingang habe Heideldruck jedoch «die Talsohle durchschritten», betonte Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier. Das Ordervolumen sank zwar im Vorjahresvergleich von 1,3 Milliarden auf 1,1 Milliarden Euro, jedoch sei eine leichte Verbesserung zu den Vorquartalen zu verzeichnen.

Von April bis Juni verbuchte das Unternehmen den Angaben zufolge einen Rückgang des betrieblichen Ergebnisses von 45 Millionen auf 21 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern sei von 29 Millionen auf 12 Millionen Euro gesunken. Insbesondere in den USA habe sich die Lage noch nicht spürbar verbessert. Der Konzernumsatz sank im ersten Quartal von rund 1,1 Milliarden auf 930 Millionen Euro.

Das Geschäft sei in allen Absatzregionen von einer deutlichen Investitionsunsicherheit geprägt gewesen, erklärte das Unternehmen. Erfreulich habe sich allerdings der osteuropäische Markt entwickelt, auf dem der Umsatz des Unternehmens um knapp 14 Prozent auf 75 Millionen Euro gestiegen sei. Für das Gesamtjahr gab Schreier eine zurückhaltende Prognose. Voraussetzung für das Erreichen der Unternehmensziele sei eine Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr. Heidelberger Druck will 2002/2003 den Vorjahresumsatz von fünf Milliarden Euro und das Konzernergebnis von gut 200 Millionen Euro halten.

An der Börse wurde der Quartalsbericht positiv aufgenommen. Der Kurs der Heidelberger-Druck-Aktien kletterte am Vormittag um gut drei Prozent auf 35,15 Euro. Händlern zufolge fielen die Zahlen zwar eher schwach aus, nach dem Quartalsbericht des Konkurrenten MAN Roland sei das aber erwartet worden.

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