"Talsohle durchschritten“
Steuerbelastung drückt AMB Generali ins Minus

Extrem hohe Steuerbelastungen haben den drittgrößten Erstversicherer AMB Generali zu Jahresbeginn in die roten Zahlen getrieben. In den ersten drei Monaten 2003 wurde ein Konzernverlust nach Steuern von 87 Mill. ? verzeichnet.

HB/dpa KÖLN. Im ersten Quartal 2002 hatte AMB noch einen Nachsteuergewinn von 56 Mill. ? erzielt. Angesichts eines deutlich gestiegenen Konzerngewinns vor Steuern von 67 Mill. auf 148 Mill. ? sieht Konzernchef Walter Thießen das Unternehmen aber im Aufwind. Nach Mitteilung der AMB Generali Holding AG (Aachen) vom Dienstag rechnet der Konzern auch für das Gesamtjahr 2003 mit einem positiven Vorsteuerergebnis.

"Die AMB Generali hat die Talsohle durchschritten", sagte Thießen. Ursache für das negative Quartalsergebnis seien die außergewöhnlich hohen Steuerbelastungen von 234,8 Mill. ? (Vorjahresquartal: 8,5 Mio Euro). Das Unternehmen habe sich aber ein "Fitness-Programm" verschrieben, das erste positive Wirkungen zeige. So lägen etwa die Sanierung der Kfz-Sparte und der Ausstieg aus dem defizitären Industriegeschäft voll im Plan. Zügig voran gehe auch der Abbau von Arbeitsplätzen.

Bis Ende März sind Thießen zufolge bereits 290 Stellen eingespart worden. Bis 2005 sollten bundesweit 1250 Jobs wegfallen. Der Stellenabbau solle möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, sagte ein Konzernsprecher. Insgesamt hat AMB derzeit rund 22 000 Mitarbeiter.

Das Konzernergebnis für das Gesamtjahr 2003 hängt laut AMB stark von der Kapitalmarktentwicklung ab. Ohne außergewöhnliche Schadensereignisse oder weitere Kapitalmarkt-Turbulenzen rechnet der Konzern mit einem positiven Vorsteuerergebnis.

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