Tanker hat 1,7 Millionen Liter explosives Gemisch geladen
Explosionsgefahr nach Tankerunglück in Bayern

Nach der Havarie eines Tankers im bayerischen Straubing sind nach Polizeiangaben zehntausende Liter eines explosiven Benzin-Gemisches in die Donau geflossen.

Reuters MÜNCHEN. "Es besteht Explosionsgefahr", sagte ein Sprecher der Straubinger Polizei. Das Schiff sei auf dem Weg von Amsterdam nach Wien am frühen Mittwochmorgen in einer Schleuse beim Absenken aufgesessen. Der 53-jährige Kapitän habe eine Markierung übersehen. Nun rage der 95 Meter lange Tanker am Heck aus dem Fluss. Mindestens 30 000 Liter des Benzinzusatzstoffes Alkylat seien ausgelaufen. Zwei weitere Schiffe säßen in der Schleuse fest. Das bayerische Umweltministerium erklärte, die Auswirkungen auf die Umwelt seien noch unklar.

Zwei Tank-Kammern der "Eiltank 3" seien aufgerissen worden, die 220 000 Liter Alkylat enthielten. Der Tanker habe insgesamt 1,7 Millionen Liter dieses explosiven Gemisches geladen, teilte die Polizei mit. Die Behörden hätten ein Schiff angefordert, um die Tank-Kammern vor einer Bergung zunächst leerzupumpen. Anwohner seien aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zudem sei eine Zufahrtstraße ins niederbayerische Straubing, die über die Schleuse führe, gesperrt worden.

Nach Angaben des Landesumweltministeriums wurden Experten hinzugezogen, um Wasserproben zu entnehmen. Der Schaden am Tanker liegt nach Angaben der Polizei im sechsstelligen Eurobereich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%