Tankerunfall vor Bornholm
Restliches Öl wird abgepumpt

Gut 600 Tonnen Schweröl sollen von dem vor Bornholm gesunkenen chinesischen Frachter "Fu Shan Hai" abgepumpt werden. Damit soll das anhaltende Aussickern von Öl in die Ostsee gestoppt werden, berichtete die Küstenwacht in Malmö am Donnerstag.

dpa MALMÖ. Seit dem Untergang des Schiffes am Samstag sind knapp 1100 der 1700 Tonnen Brennstoff freigeworden. Fast 90 Prozent wurden sofort von Spezialschiffen eingesammelt. Der Rest wurde an südschwedische Strände getrieben oder treibt noch auf dem Wasser.

Die Ursache für die Kollision der "Fu Shan Hai" mit dem auf Zypern registrierten polnischen Frachter "Gdynia" sei wahrscheinlich menschliches Versagen, teilte die Kopenhagener Schifffahrtsbehörde mit. Das hätten Verhöre und technische Untersuchungen ergeben. Beide Schiffe waren am Samstag bei völlig klarer Sicht und ruhiger See nördlich der dänischen Ferieninsel Bornholm zusammengestoßen.

Dänische Behördensprecher wiesen am Donnerstag die Kritik der schwedischen Regierung an bürokratischer Verzögerung vor der Bergung des havarierten chinesischen Frachters zurück. Der zuständige Vertreter der dänischen Seenotrettungszentrale, Alex Jensen, sagte in der Zeitung "Politiken": "Das Unglück war beim besten Willen nicht zu verhindern." Außerdem handele es bei den an die schwedischen Küste geschwemmten Ölmengen um "Kinkerlitzchen". Auf das Abpumpen des Restöls einigten sich schwedische und dänische Behörden nun gemeinsam nach Gesprächen mit der zuständigen Reederei.

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