Tankerunglücke
Havarie-Schäden sind beachtlich

Tankerunglücke ziehen nicht nur oft weite Küstengebiete in Mitleidenschaft, sie verursachen mitunter auch große materielle Schäden.

HB/dpa HAMBURG. Besonders teuer wurde die Kollision des Supertankers "Exxon Valdez" im März 1989 mit einem Riff vor Alaska. Allein für die Säuberung der auf insgesamt 2000 Kilometern verseuchten Küste musste der Exxon-Konzern umgerechnet etwa zwei Milliarden Euro zahlen. Den betroffenen Berufsfischern sprach ein Gericht nahezu vier Milliarden Euro zu.

Die wirtschaftlichen Schäden der "Erica"-Havarie vom Dezember 1999 vor der Bretagne bezifferte eine Untersuchungskommission zwei Jahre später auf umgerechnet immerhin etwa 460 bis 920 Millionen Euro. Besonders ins Gewicht fielen dabei die Ausfälle in der Fischindustrie und im Fremdenverkehr.

Als die unter Liberia-Flagge fahrende "Braer" 1993 vor den Shetland-Inseln leck schlug, verteilten schwere Stürme die bis zu 98 000 Tonnen ausgelaufenen Öls weit im Atlantik, so dass sich die Schäden mit etwa 96 Millionen Euro in Grenzen hielten.

Über das Ausmaß der volkswirtschaftlichen Schäden der verheerenden Havarie des Tankers "Agean Sea" im Dezember 1992 vor der galicischen Küste gibt es kaum verlässliche Angaben. Die Versicherungen kostete das Unglück, das die Küste auf 200 Kilometer verschmutzte und Fischerei wie Fremdenverkehr lahmlegte, nur etwa 18 Millionen Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%