Tankstellentausch mit Totalfinaelf
Shell prüft Payback-Karte für die Tankstellen

An Shell-Tankstellen soll es künftig die von Dea unter dem Namen "Payback" geschaffenen Rabattkarten geben. Mit ihnen verringert sich der Preis pro Liter Kraftstoff um 0,5 Cent. Nach Angaben eines Sprechers der Oil GmbH, Hamburg, werden derzeit Gespräche mit der Kartenorganisation Loyalty Partner geführt.

beu HAMBURG. Die Gespräche werden nach Angaben von Nina Purtscher von Loyalty Partner seit einem Monat geführt. In Deutschland sind 22 Millionen Payback-Karten im Umlauf. 12 Konzerne haben sich an dem System beteiligt. Dabei können die Kunden je nach getätigten Einkauf Punkte sammeln, die dann in Bargeld oder gegen Prämien eingelöst. werden. Zu den Teilnehmern gehören neben Dea unter anderem die Ketten Real, Kaufhof, Obi, DM Drogerie Europcar sowie Palmers.

Hintergrund ist die Übernahme der Dea-Tankstellen durch Shell und die Entscheidung, auch die Dea-Stationen auf die Marke Shell umzuflaggen. Die von Dea eingeführte Payback-Karte werde an den Dea-Tankstellen bis zu deren Umstellung auf Shell akzeptiert, heißt es. Wann die Karten im gesamten Shell-Tankstellennetz angeboten werden, konnte der Shell-Sprecher noch nicht sagen.

Mit der Versorgung der Tankstellen mit Aktionsartikeln für das Shop-Geschäft wurde die Hamburger Versandhandelsgruppe Otto beauftragt.

Die früher zur Veba gehörende RWE-Dea hatte die Rabattkarte Anfang 2000 eingeführt. Damit wurde der Preisabstand an den Dea-Zapfsäulen zur stets 1 Pfennig (0,5 Cent) unter den A-Marken wie Dea Shell, Aral, Esso oder BP liegenden Marke Jet ausgeglichen. Die Folge war ein das ganze Jahr 2000 anhaltender Kampf und die Marktanteile im Tankstellengeschäft verbunden mit einem heftigen Benzinpreiskrieg. Er kostete die Branche nach Berechnungen des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) letztlich rund 1 Mrd DM (gut 500 Mill. Euro).

Als Folge der Übernahme der Dea-Tankstellen muss sich Shell auf Geheiß des Bundeskartellamtes von 2 Mill. t Kraftstoffabsatz trennen. Mit dem Tausch der letzten Tranche von 133 Stationen an Totalfinaelf gegen Stationen in Ungarn, Tschechien und Frankreich erfülle Shell jetzt die Forderung der Wettbewerbsbehörden. Damit hat sich Shell insgesamt von 950 Tankstellen in Deutschland getrennt. Das künftige Netz wird 2 100 Tankstellen umfassen. .

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