Tantiemen-Abrechnung
Universal Music will mehr Transparenz schaffen

Nach Beschwerden von Künstlern will auch die weltgrößte Plattenfirma Universal Music Group ihre Tantiemen-Abrechnungen transparenter machen.

Reuters LOS ANGELES. Das geht aus einem internen Papier der Vivendi-Universal-Tochter hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag. Universal folgt damit einer ähnlichen Entscheidung der Bertelsmann-Musik-Sparte BMG von vergangener Woche.

Das Universal-Papier, das auf den 25. November datiert ist, sieht unter anderem vor, Tantiemen-Abrechnungen schneller vorzunehmen sowie den Künstlern und ihren Agenten in Workshops ein besseres Verständnis der Bezahlweise zu ermöglichen und einen weiter reichenden Zugang zu Produktionsdaten zu geben.

Rechtsanwälte gehen davon aus, dass die geplanten Änderungen bei Universal für die Künstler unter Umständen zu höheren Zahlungen führen könnten, da sie besser nachrechnen könnten, wie viele von ihren Platten tatsächlich hergestellt und verkauft worden seien.

Bei BMG ergeben sich dagegen künftig keine höheren Tantiemen-Zahlungen. Zwar sollen Standardabzüge entfallen, dafür basiert die neue Tantiemenquote auf einem geringeren Großhandelspreis. Künstler wie Courtney Love hatten jüngst ihre Plattenfirmen verklagt, weil sie deren Zahlungen nach eigenen Angaben nicht als fair empfanden.

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